Über 4500 Mediziner zu Weltkongress der Gefäßmedizin in Leipzig erwartet

Rund 90 Operationen werden live in die Kongress-Räume übertragen / Leipziger Fachveranstaltung inzwischen auch in Dubai und Hongkong präsent

Pressemitteilung vom 22.01.2016
Über 4500 Mediziner aus aller Welt werden zum Kongress "Leipzig Interventional Course" (LINC) erwartet, der vom 26. bis 29. Januar 2016 auf der Leipziger Neuen Messe stattfindet. LINC zählt in seiner nunmehr 12. Auflage zu den weltweit wichtigsten Fachveranstaltungen der Gefäßmediziner und zeichnet sich vor allem durch hochmodern vermittelte Anschaulichkeit und unmittelbaren Patientenbezug aus.
Bild vergrößern Prof. Dierk Scheinert leitet am UKL die Abteilung für Interventionelle Angiologie.
Foto: Ines Christ / UKL
 

"Wir werden den Kongressteilnehmern wieder live übertragene Operationen bieten", so Prof. Dierk Scheinert, Mitbegründer und Mitorganisator des LINC. "Die Kameras stehen in 13 Kliniken aus aller Welt. Also nicht nur im Universitätsklinikum in Leipzig, sondern auch in Kliniken in der Schweiz, in Italien, Belgien, Irland und den USA. Dabei vermitteln die Live-Übertragungen der Operationen bei Gefäßverengungen oder Aneurysmen ganz praktische Erkenntnisse: Die Teilnehmer können mitverfolgen, in welchen Fällen mit welchen Techniken Patienten erfolgreich behandelt werden."

Zuvor wird der ganz konkrete Fall des Patienten besprochen. Als Vorbereitung erhält in diesem Jahr wieder jeder Kongressteilnehmer ein Heft mit den medizinischen Angaben und der geplanten Behandlungsstrategie für jeden der insgesamt rund 90 Patienten, die dann operiert werden. "Diese umfangreiche Einführung in den Fall macht es möglich, dass jeder Arzt die Behandlung, die er dann am Bildschirm sieht, nachvollziehen kann und daraus lernt", so Prof. Scheinert, der am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) die Abteilung für Interventionelle Angiologie leitet. Neben den interventionellen Angiologen und Gefäßchirurgen des UKL präsentieren sich auch die interventionellen Radiologen des Klinikums: Sie stellen Eingriffe vor, mit denen beispielsweise Tumoren behandelt werden können.

Da die Übertragungen parallel in vier Kongress-Räumen stattfinden, muss sich jeder Teilnehmer entscheiden, welcher Behandlungsspezifik er sich widmen will. Denn operiert werden vor allem Patienten, die unter Gefäßveränderungen - ob an der Halsschlagader oder dem Fuß - leiden. Eines der zentralen Arbeitsfelder der interventionellen Angiologen - und damit auch des "Leipzig Interventional Course" - ist die Behandlung von Gefäßverschlüssen mit medikamentenbeschichteten Ballons oder Stents. Hier liegen inzwischen Erfahrungen bei größeren Patientenkollektiven vor, die auf dem Kongress vermittelt werden.

Die Kongress-Macher um Prof. Scheinert kommen mit LINC übrigens auch den Ärzten förmlich entgegen: Es gibt inzwischen mit LINC Asia-Pacific und LINC Middle East in Hongkong und Dubai Veranstaltungen, bei denen genauso aufwändig wie in Leipzig Wissen und Können an junge Gefäßmediziner vermittelt wird. Zudem ist "Leipzig Interventional Course" auch in den USA, in Australien und Brasilien aktiv: "Überall dort, wo der Wohlstand angekommen ist, wächst die Zahl der Gefäßerkrankungen - und damit die Notwendigkeit, Patienten zu versorgen und Fachexperten auszubilden", so Prof. Scheinert. "Deshalb gehen wir vor Ort. Aber unsere Veranstaltung in Leipzig ist und bleibt der mit Abstand größte Kongress."

Info:
Leipzig Interventional Course (LINC)
26. bis 29.01.2016, jeweils 8 bis 18 Uhr
Leipziger Messe, Halle 4

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