Sparda-Bank Berlin spendet 20.000 Euro für Barrett-Initiative e. V.

Pressemitteilung vom 18.12.2015
Leipzig. Über eine Finanzspritze der besonderen Art freute sich Ende 2015 der Barrett-Initiative e. V.. Prof. Dr. Ines Gockel, geschäftsführende Direktorin der Klinik und Poliklinik für Viszeral-, Transplantations-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Leipzig und Vorsitzende des Vereins, konnte am 6. November 2015 einen Spendenscheck in Höhe von 20.000 Euro von der Sparda-Bank Berlin entgegengenehmen.
Bild vergrößern Prof. Dr. Ines Gockel (li) nimmt den auf 20.000 Euro datierten Spendenscheck der Sparda-Bank Berlin entgegen.
Foto: Ines Gockel/UKL
 

Der Barrett-Initiative e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erforschung des Barrett-Karzinoms voranzubringen und die Öffentlichkeit für die Erkrankung, die am Übergang von der Speiseröhre zum Magen auftritt, zu sensibilisieren. Die Zahl der Neuerkrankten ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) kommen jährlich in Deutschland über 6.300 Menschen neu dazu – vorrangig Männer mittleren Alters.

Viele Menschen leiden an chronischem Reflux, also Sodbrennen, was ein Risikofaktor für die Entstehung von Speiseröhrenkrebs sein kann. Allerdings entwickelt nur ein sehr geringer Teil der Reflux-Patienten in der Folge einen sogenannten Barrett-Ösophagus, also eine Umwandlung der Speiseröhrenschleimhaut aufgrund des Rückflusses der Magensäure in die Speiseröhre (Ösophagus). Daraus kann sich dann letztlich ein Barrett-Karzinom entwickeln.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Molekulargenetik. Und hier sieht die Barrett-Initiative ihr Hauptforschungsgebiet. „Wir bedanken uns für die großzügige Spende der Sparda-Bank“, freut sich Prof. Dr. Ines Gockel stellvertretend für alle an der Barrett-Initiative beteiligten Naturwissenschaftler und Mediziner. „Das Geld wird helfen, die Identifizierung der Risikogene, die zum Barrett-Karzinom führen, weiter voranzutreiben.“ Über Ursache und Entstehung des Barrett-Karzinoms ist derzeit noch vergleichsweise wenig bekannt. „Ziel unserer Initiative ist es, Risikogene und -variationen zu identifizieren, die für das Karzinom prädisponieren, um bei diesen Patienten eine spezielle Frühdiagnostik vornehmen zu können“, fügt sie ergänzend hinzu.

Derzeit werden die Diagnosen häufig recht spät gestellt, da viele Patienten erst dann den Arzt konsultieren, wenn die Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist und sie Schluckbeschwerden oder Probleme beim Essen bemerken – auch deshalb ist die Aufklärungsarbeit des Barrett-Initiative e. V. so wichtig.

Kontakt:

Prof. Dr. Ines Gockel
Tel. 0341-97 17200

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Karen Kirbach.