Die Körpersprache von Frühgeborenen Verstehen

Die Eltern-Kind-Beziehung steht im Mittelpunkt beim UKL-Frühchentag am 17. November

Pressemitteilung vom 12.11.2015
Leipzig. Am 17. November findet am Uniklinikum Leipzig im Rahmen des „Internationalen Tages des Frühgeborenen“ wieder der Frühchentag statt. Unter dem Motto „Familienzentrierte Betreuung auf der Neonatologie“ diskutieren die UKL-Experten gemeinsam mit betroffenen Eltern – über die Bindungsförderung bis hin zur Körpersprache der zu früh geborenen Winzlinge.
Bild vergrößern Die Frühchstation am UKL versorgt jährlich etwa 450 Frühgeborene. Professor Ulrich Thome ist Leiter der Abteilung für Neonatologie am Leipziger Uniklinikum.
Foto: Stefan Straube/ UKL
 

Mit 60 000 Kindern pro Jahr stellen Frühgeborene in Deutschland die größte Gruppe der Kinderpatienten. „Die Überlebenschancen sind heute schon für Kinder unter 6 Monaten Schwangerschaftsdauer sehr gut“, sagt Professor Ulrich Thome, Leiter der Abteilung für Neonatologie am Leipziger Uniklinikum. Aber nicht nur das Überleben muss gesichert werden. „Es geht darum, den Kindern eine normale Entwicklung zu ermöglichen. Darin sind wir in den letzten Jahren stetig besser geworden.“

Die Frühchstation am UKL versorgt jährlich etwa 450 Frühgeborene. In der Zeit, in der die Kleinsten hier gepflegt und behandelt werden, ist das Team der Neonatologie rund um die Uhr Ansprechpartner für die Eltern. Letztere haben häufig viele Sorgen und Fragen – auch über den Krankenhausaufenthalt hinaus. Neben der Möglichkeit, sich mit Fachleuten zu besprechen, ist dann auch der Austausch mit anderen Eltern sehr wichtig. Deshalb haben die Eltern beim jährlich stattfindenden Frühchentag eine besondere Gelegenheit, sich auszutauschen und mit Ärzten, Schwestern, Sozialarbeitern und Psychologen des UKL dauerhaft im Gespräch zu bleiben.

In diesem Jahr steht insbesondere die Eltern-Kind-Beziehung im Mittelpunkt und wird in Vorträgen und Diskussionen reflektiert. Eltern erhalten Informationen darüber, wie die Eltern-Kind-Bindung auch unter schwierigen Bedingungen gezielt gefördert wird und wie es den jungen Eltern gelingen kann, die besondere Körpersprache ihrer Kinder zu verstehen. Desweiteren wird darüber gesprochen, welche typischen Stressreaktionen und Bedürfnisse nach dem Erlebnis einer Frühgeburt auftreten und wie diese verarbeitet werden können. Komplettiert wird das Programm durch eigene Erfahrungsberichte von Frühchen-Eltern.

Kurzinfo:

7. Frühchentag am Universitätsklinikum Leipzig
17. November 2015, 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Frauen- und Kindermedizin, Liebigstraße 20a

Tel.: 0341/ 97 23462

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Sandra Hasse.