Ehrung für Projekte, die auf Chancengleichheit von Frau und Mann zielen

Stadt Leipzig verleiht Louise-Otto-Peters-Preis ans Gleichstellungsbüro der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums Leipzig

Pressemitteilung vom 11.11.2015
In diesem Jahr hat die Stadt Leipzig erstmals den Louise-Otto-Peters-Preis verliehen. Diese Ehrung für besondere Leistungen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ging an das von Prof. Dr. Katarina Stengler geleitete Gleichstellungsbüro der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums. Wie Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte, wird damit das nachhaltige Engagement für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Studium, Lehre und Forschung gewürdigt.
Bild vergrößern Prof. Dr. Katarina Stengler leitet das Gleichstellungsbüro der Universitätsmedizin Leipzig.
Foto: Stefan Straube/UKL
 

Mit dem Preis wird die Arbeit des Gleichstellungsbüros geehrt, das mit verschiedenen Projekten zur Gleichstellung und Chancengleichheit von Frauen und Männern beitragen will. Wie Prof. Stengler, Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie und Leiterin der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA), sagt, zielen die Aktivitäten des Gleichstellungsbüros   auf bessere Akzeptanz für geschlechtsspezifische Aspekte innerhalb der Medizin. Dazu gehört auch ein besseres Verständnis für die unterschiedlichen  Rollenbilder als Ärztin und Arzt, als Pfleger oder Krankenschwester oder als Wissenschaftler und Wissenschaftlerin.  Dies treffe auch für die geschlechterspezifische Sicht auf  Patienten und Patientinnen zu, , so die Gleichstellungsbeauftragte. Geschlechterspezifische Aspekte sind zudem in der medizinischen Forschung und Lehre stärker zu berücksichtigen – unter der Leitung von Frau Prof. Stengler wurde diesbezüglich ein Wahlfachangebot für Medizinstudierende „Karriereplanung im Medizinstudium“ mit besonderer Berücksichtigung weiblicher Karriere- und Berufsentwicklungen an der Medizinischen Fakultät etabliert.

Zu den Projekten, die die Jury überzeugt haben, zählen auch eine Führungskräfte-Förderung für Wissenschaftlerinnen. „Das ist ein Mentoring-Programm für die Post-Doc-Phase, also für die Zeit nach der Promotion, in der der Karrieresprung auf eine Professur oder leitende Chefarztposition vorbereitet wird“, so Prof. Stengler. Weitere Projekte dienen  beispielsweise der Familienfreundlichkeit am Unternehmen, wie die Kinderferienbetreuung, die nun ausgebaut und auch für die Winterferien ausgedehnt werden soll.  und der Publikation von genderspezifischen Aspekten in der Medizin, für die jährlich ein Preis („Dr. Margarethe-Blank-Preis“) ausgelobt wird.

Die 5.000 Euro, die mit dem Louise-Otto-Peters-Preis verbunden sind, will die Gleichstellungsbeauftragte der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums übrigens für Personalmittel für das Gleichstellungsbüro einsetzen.

Louise Otto-Peters war im 19. Jahrhundert eine sozialkritische Schriftstellerin und wurde zur Mitbegründerin der bürgerlichen deutschen Frauenbewegung. Durch ihr Wirken gilt Leipzig als Wiege der deutschen Frauenbewegung.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Sandra Hasse.