Kinder-Nephrologen Mitteldeutschlands treffen sich in Leipzig

Jahrestagung erstmalig in der Universitäts-Kinderklinik

Pressemitteilung vom 28.10.2015

Die mitteldeutschen Spezialisten für Nierenerkrankungen im Kindesalter treffen sich zu ihrer Jahrestagung 2015 am 30. Oktober erstmals in der Leipziger Universitäts-Kinderklinik. „Mit Unterstützung anerkannter Experten aus allen Regionen Mitteldeutschlands wollen wir den Fachkollegen, aber auch allen interessierten Kinderärzten ein praxisnahes Update zu den Themen akutes Nierenversagen, Nierenersatztherapie, renale Fehlbildungen und zu seltenen Erkrankungen bieten“, so Dr. Katalin Dittrich, Leiterin des Bereiches Pädiatrische Nephrologie und Transplantation an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig.

Im Themenblock akutes Nierenversagen wird besonderes Augenmerk  auf das atypische Hämolytisch-urämisches Syndrom, kurz aHUS, gelegt. „Es ist eine sehr seltene Erkrankung, bei der es jedoch für die spätere Funktion der Nieren und letztlich für das Leben des Kindes entscheidend ist, dass sie möglichst schnell erkannt wird“, erläutert Dr. Dittrich. „Deshalb sollte nicht nur der Kinder-Nephrologe, sondern auch jeder Kinderarzt Symptome und Konsequenzen kennen.“

Weitere Schwerpunkte der Veranstaltungsreihe, die abwechselnd in den kindenephrologischen Zentren Mitteldeutschlands stattfindet, sind Fehlbildungen der Niere, die oft schon im Mutterleib per Ultraschall zu erkennen sind und bereits die werdenden Eltern beschäftigen.

Neu im Programm ist ein offenes Fall-Forum. „Dabei kann jeder Teilnehmer bereits  gelöste oder noch ungelöste, konkrete Fälle vorstellen, um die Kollegen von den eigenen Erfahrungen profitieren zu lassen oder um Ratschläge einzuholen“, sagt die Nierenspezialistin der  Universitätsklinik. „Jeder Kollege hat für die Vorstellung zehn Minuten Zeit – dann wird hoffentlich ausgiebig diskutiert.“ Dieses Fall-Forum soll besonders die jungen Ärzten anregen, sie inspirieren und einen spannenden Einblick in die Praxis vermitteln.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Kathrin Winkler.