"Forschungstage Bariatrie und Adipositas" vom 13. bis 14. November in Leipzig

Experten greifen offene Fragen in Therapie und Forschung auf

Pressemitteilung vom 30.09.2015
Die Universitätsmedizin Leipzig veranstaltet am 13. und 14. November erstmalig die "Forschungstage Bariatrie und Adipositas". Interessierte aus Wissenschaft und Medizin erfahren aktuelle Forschungsergebnisse aus klinischer, Grundlagen- und Versorgungsforschung zu krankhaftem Übergewicht und Adipositas-Chirurgie. Dabei kommen bariatrische Chirurgen, Neurowissenschaftler, Genetiker, Endokrinologen und Psychologen zu Wort, die auch zur Diskussion einladen. Der interdisziplinäre Ansatz der Forschungstage trägt der Tatsache Rechnung, dass Adipositas auf zahlreiche Faktoren zurückgeht und nur eine fächerübergreifende Therapie erfolgversprechend ist.

Organisiert wird die Fachtagung durch das Universitätsklinikum Leipzig sowie das Integrierte Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen, die über langjährige Expertise in der Erforschung sowie in der konservativen und chirurgischen Therapie der Adipositas verfügen.

Die Forschungstage greifen auch kontroverse Themen auf: die Zukunft der metabolischen Chirurgie, die Finanzierung der Therapien sowie die Adipositasbehandlung bei Kindern und Jugendlichen. Zu den namhaften Referenten gehören unter anderem Adipositasexperten wie die Professoren Martin Wabitsch (Ulm), Rudolf Weiner (Offenbach), Beat Müller (Heidelberg), Gerhard Prager (Wien), Matthias Blüher (Leipzig) oder Rolf Holle (München).

Gerade weil die Bariatrie eine vergleichsweise junge Disziplin im Bereich der Chirurgie ist, kommt der Erforschung und Diskussion der Operationsmethoden, der Effektivität, der Indikationsstellung sowie der Vor- und Nachbehandlung besondere Bedeutung zu. Deshalb richtete das IFB bereits 2010 die bundesweit erste Forschungsprofessur für bariatrische Chirurgie ein und führt entsprechende klinische und Beobachtungsstudien durch.

Dr. Arne Dietrich, Professor für bariatrische Chirurgie und wissenschaftlicher Leiter der Forschungstage, betont: „Während die Akzeptanz und die Zahl der Adipositas-Eingriffe gewachsen sind, und auch die klinischen Ergebnisse überzeugen, gibt es noch offene Fragen.“ So sei etwa noch nicht geklärt, welcher Patient von welcher Operation am besten profitiert, so Dietrich.

Die Veranstaltung an der Universitätsmedizin Leipzig ist von der Sächsischen Landesärztekammer mit 16 Punkten zertifiziert. Die Forschungstage werden zweijährlich im Wechsel mit dem Universitätsklinikum Heidelberg stattfinden.

Mehr Informationen: Programm der Forschungstage Bariatrie und Adipositas

Kontakt:

Dr. rer. nat. Tatjana Schütz
IFB AdipositasErkrankungen
Core Unit Ernährung und klinische Phänotypisierung
Tel. ++49-(0)341-97 15 957
Fax ++49-(0)341-97 28 063
E-Mail: tatjana.schuetz@medizin.uni-leipzig.de

 

Doris Gabel

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Sandra Hasse.