Patiententag zum Risiko von Kopf-Hals-Tumoren

Fachexperten des Universitätsklinikums Leipzig informieren über neue Erkenntnisse bei Diagnose und Therapien

Pressemitteilung vom 16.09.2015
Heiserkeit, Kratzen im Halsbereich oder der ständige Drang zum Hüsteln – das können Symptome für einen gefährlichen Kopf-Hals-Tumor sein. „Da die Beschwerden aber meist nicht deutlich sind, gehen die Betroffenen oft zu spät zum Arzt“, sagt Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig. „Mit einer Woche der Aufmerksamkeit will die Europäische Kopf-Hals-Gesellschaft auf das Thema aufmerksam machen. Als spezialisiertes Zentrum in Leipzig bieten wir deshalb allen Interessierten einen Patiententag, um über Krebs in Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf aufzuklären. Experten der verschiedenen medizinischen Fachbereiche des Universitätsklinikums, die bei Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Kopf-Hals-Tumor-Patienten interdisziplinär zusammenarbeiten, werden umfassend Auskunft geben.“
Bild vergrößern Am 23.9. lädt Prof. Andreas Dietz (re.) zum Patiententag. Thema ist das Risiko von Kopf-Hals-Tumoren.
Foto: Stefan Straube / UKL
 

Jahrzehntelang galten vor allem Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und Schadstoffe als die Risikofaktoren für Kehlkopfkrebs. „Inzwischen wissen wir, dass Kopf-Hals-Tumoren auch auf eine Infektion mit Viren zurückgeführt werden kann“, so Prof. Dietz. „Das eröffnet natürlich die Diskussion um eine Vorbeugung, die mit einer Schutzimpfung möglich ist.“ Hintergrund ist: Fast jeder Mensch infiziert sich im Laufe seines Lebens mit humanen Papillomviren (HPV). Diese Viren können ganz unterschiedliche Zellveränderungen auslösen – von der harmlosen Warze bis zum tödlichen Krebs. Eine sogenannte HPV-Impfung kann schützen, aber nur, wenn sie im Kindesalter vorgenommen wird.

Prof. Dietz, der bundesweit die Veranstaltungen zur Woche der Aufmerksamkeit organisiert, macht zudem auf die Möglichkeiten der Früherkennung von Krebserkrankungen am Zahnfleisch und in der Mundhöhle aufmerksam, die in den Universitäts-Zahnkliniken angesiedelt sind. Dabei werden Abstriche aus dem Mund auf Zellmuster untersucht, um Vorläufer von Tumorzellen oder die eigentlichen Krebszellen zu finden.

Info:
Patiententag „Risiko Kopf-Hals-Tumoren – Sind Sie betroffen?
Am Mittwoch, 23.09.2015, von 15 bis 18 Uhr
Hörsaal im Haus 1 des Universitätsklinikums
Liebigstr. 12, 04103 Leipzig

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Kathrin Winkler.