Maximale Versorgung für Mutter und Kind

UKL-Perinatalzentrum der höchsten Stufe rezertifiziert

Pressemitteilung vom 10.09.2015
Leipzig. Für extrem Frühgeborene, kranke Neugeborene und für Risikoschwangerschaften gibt es am Uniklinikum Leipzig das Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsqualität. Es wurde nun im mehrstufigen Verfahren erneut als Perinatalzentrum Level 1 bestätigt. Im Zentrum arbeiten Geburtsmediziner, Neonatologen und Kinderchirurgen eng zusammen und können so eine möglichst sanfte Geburt und umfassende nachgeburtliche Versorgung bei größtmöglicher Sicherheit garantieren.
Bild vergrößern Prof. Ulrich Thome, Leiter der Abteilung für Neonatologie, und Prof. Holger Stepan, Leiter der Abteilung für Geburtsmedizin (v.l.n.r.), arbeiten gemeinsam im Perinatalzentrum am UKL.
Foto: Foto: Stefan Straube
 

Im Jahr 2014 wurden am UKL 2549 Kinder bei 2456 Geburten entbunden - darunter auch 85 mal Zwillinge und 4 mal Drillinge. „Bei etwa einem Drittel unserer Patientinnen gibt es erhöhten medizinischen Betreuungsbedarf – etwa während einer schwierigen Schwangerschaft, wegen einer Frühgeburt oder aufgrund anderer gesundheitlicher Probleme bei Mutter oder Kind. Wir sind für jede Problematik umfänglich gerüstet. Das konnten wir im Rezertifizierungs-Prozess unseres Perinatalzentrums zeigen“, freut sich der Leiter der Geburtsmedizin am UKL Prof. Holger Stepan. Von der unabhängigen Zertifizierungsgesellschaft periZert wurden über mehrere Tage unter anderem alle Abläufe im Perinatalzentrum geprüft und mit einem von Experten der verschiedenen Fachgesellschaften erarbeiteten Anforderungskatalog abgeglichen. Qualitätsindikatoren waren dabei neben der medizinischen Versorgung auch der Komfort für Mutter und Kind oder Komponenten der ganzheitlichen Betreuung, die den Ärzten und Schwestern am UKL besonders wichtig ist. „Die Eltern haben stark belastende Situationen zu bewältigen, sodass wir hier auch emotional stark unterstützen wollen, um eine gute Entwicklung für die gesamte Familiensituation sicherzustellen“, erklärt Prof. Ulrich Thome, Leiter der Neonatologie am UKL. „Seit der ersten Zertifizierung unseres Perinatalzentrums im Jahr 2012 haben wir deshalb auch unsere Nachsorge noch weiter ausgebaut.“ Dabei betreut ein Team aus Krankenschwestern, Sozialpädagogin – und seit diesem Jahr auch einer Psychologin – die Säuglinge und ihre Eltern bei Bedarf während des stationären Aufenthalts und auch nach der Entlassung zu Hause weiter.

Daneben bieten die Früh- und Neugeborenen-Stationen am UKL den Eltern viele Möglichkeiten, möglichst oft bei den neugeborenen Kindern zu sein. Dies reicht von Familienzimmern auf der normalen Wöchnerinnenstation bis hin zur speziellen Känguruh-Pflege auf der Neonatologie. Weitere Qualitätsindikatoren sind zudem jährliche Notfallübungen für die Hebammen, welche die Sicherheit unter der Geburt erhöhen und die Zusatzausbildung von Schwestern zu Stillberaterinnen, um einen möglichst natürlichen Start in die Mutterschaft auch nach einer schwierigen Schwangerschaft zu fördern.

Das Perinatalzentrum am Uniklinikum Leipzig wurde als erstes universitäres Perinatalzentrum der höchsten Stufe im Jahr 2012 erstmals zertifiziert. Mit seiner Geburtenzahl ist das UKL die größte Geburtsklinik in Sachsen.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Sandra Hasse.