Team der psychosozialen und pflegerischen Elternberatung in der UKL-Neonatologie komplett

Pressemitteilung vom 17.07.2015
Leipzig. Eltern, deren Kinder als Frühchen zur Welt kommen, erleben eine besondere Krisensituation: Monatelang sind sie mit den Kindern in Kliniken, durchleben oftmals kritische Momente mit ungewissem Ausgang. In diesen Situationen steht den Eltern in der Neonatologie des Universitätsklinikums Leipzig das Team der psychosozialen Elternberatung zur Seite.

Dieses hat seit Kurzem Verstärkung bekommen. Nadine Arndt-van Ngoc ergänzt als Psychologin das kleine Team auf der Neonatologie. „Damit sind wir nunmehr komplett und können eine professionelle Betreuung der Eltern unserer kleinen Patienten auf allen Ebenen sicherstellen“, zeigt sich Prof. Ulrich Thome, Direktor der Abteilung für Neonatologie am UKL, erfreut. Jährlich betreuen er und seine Mitarbeiter ca. 700 Frühgeborene und kranke Neugeborene, manche davon in extremen Situationen. Die Begleitung der Eltern in dieser für die ganze Familie kritischen Phase ist dabei ein wichtiger Teil der Behandlung, Sse beginnt teilweise schon vor der Entbindung und wird auch nach der Entlassung aus der Klinik mit einem speziellen Nachsorgeprojekt weitergeführt. „Zu unseren Aufgaben gehört es, in dieser oftmals schwierigen Lebensphase unterstützend und stärkend an der Seite der Eltern zu stehen und für den Alltag mit dem Frühchen oder kranken Säugling praktische und seelische Hilfestellungen zu geben“, erklärt Katrin Mühler. Die Sozialpädagogin hat bereits das Nachsorgeprojekt der Neonatologie mit auf den Weg gebracht und freut sich jetzt über die Unterstützung durch eine psychologisch geschulte Kollegin. Gemeinsam stehen sie den Eltern als Ansprechpartner für alle Fragen in den neuen Lebenssituationen zur Verfügung. Dazu gehört auch die Begleitung verwaister Familien. Zu diesem Konzept der interdisziplinären Betreuung gehören auch die Pflegenden der Neonatologie, die Ärzte und die Kollegen der Klinikseelsorge. „Wir besuchen die Eltern regelmäßig auf der Wochenbettstation, stehen während des Aufenthalts der Kinder auf Station als Gesprächspartner zur Verfügung und planen gemeinsam die Entlassung“, erklärt Mühler. “Unser Ziel ist es, den Familien einen guten Start ins gemeinsam Leben und einen nahtlosen Übergang aus der Klinik in den gewohnten Alltag zu ermöglichen.“

Erreichbar ist das Team unter Tel. 0341- 97 20681 und -97 26076.

 

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.