Wenn private Probleme die Arbeit belasten

Uniklinikum führt Betriebliche Sozialberatung ein

Pressemitteilung vom 25.03.2015
Leipzig. Der Schuldenberg wird immer größer, die Ehefrau ist plötzlich pflegebedürftig, die Reha müsste dringend beantragt werden… private Sorgen und Probleme können manchmal eine solche Last sein, dass sie die Gesundheit und somit auch die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern negativ beeinflussen. Um dem entgegen zu wirken, hat das Universitätsklinikum Leipzig jetzt die Betriebliche Sozialberatung eingeführt: ein Hilfs- und Unterstützungsangebot für Mitarbeiter in kritischen sozialen Situationen.
Bild vergrößern Sozialarbeiterin Cindy Müller (li.) führt am UKL die Sozialberatung durch.
Foto: Stefan Straube / UKL
 

Veränderte Familiensysteme, Rollenbilder und Wertvorstellungen  - die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist heutzutage für viele eine große Herausforderung. Auch wenn es gilt, persönliche Belange und Ansprüche durchzusetzen, stellen umfangreiche gesetzliche Bestimmungen, fehlende Ansprechpartner oderundurchsichtige Zuständigkeiten, komplizierte Antragsverfahren oder auch die eigene Unwissenheit oft unüberwindbare Barrieren dar. „Solche mitunter harmlos anmutenden Probleme können einen Mitarbeiter stark belasten, kosten ihn viel Zeit, Kraft und Energie. Über kurz oder lang wirkt sich dieser enorme Druck auch auf die Arbeit aus“, weiß Sozialarbeiterin Cindy Müller.

Damit es nicht soweit kommt, haben UKL-Mitarbeiter nun die Möglichkeit, bei privaten Frage- und Problemstellungen die Betriebliche Sozialberatung in Anspruch zu nehmen. „Ziel ist es, durch Hilfe zur Selbsthilfe die soziale Situation des Mitarbeiters zu stabilisieren und gleichzeitig seine Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu fördern“ erklärt Müller, die die Beratung am UKL durchführt. „Wir unterstützen, begleiten und vermitteln bei familiären, wirtschaftlichen, verfahrensrechtlichen und gesundheitsbezogenen Fragen.“ Gemeinsam mit dem Mitarbeiter werden dann neue Perspektiven entwickelt und Lösungsansätze erarbeitet.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Betrieblichen Sozialberatung am UKL liegen bei den Themen Gesundheit, Familie, Sozialrecht und Finanzen. Die jeweiligen Teilaspekte sind breit gefächert. Mitarbeiter bekommen zum Beispiel Hilfe bei der Antragstellung von Rehabilitationsmaßnahmen, werden bei der Organisation der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger unterstützt, zu Vorsorgemöglichkeiten aber auch bei finanziellen Problemen beraten. Alle Beratungen sind vertraulich und unterliegen einer gesetzlichen Schweigepflicht.

Die Betriebliche Sozialberatung ergänzt das Angebot des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) am Universitätsklinikum Leipzig. Das BGM umfasst alle gemeinsamen Maßnahmen des Unternehmens, die zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefinden der Mitarbeiter am Arbeitsplatz beitragen. Es gibt eine breite Palette von Kursangeboten, die vom hauseigenen Bildungszentrum organisiert und je nach Bedarf kontinuierlich erweitert wird. Auf Wunsch der Mitarbeiter wurde jetzt z.B. auch Yoga ins Programm aufgenommen. Jährlich hat jeder UKL-Beschäftigte 180 Minuten während der Arbeitszeit für den Besuch der Kurse zur Verfügung und kann darüber hinaus nach Dienstschluss auch noch weitere Angebote nutzen.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Kathrin Winkler.