Ungewöhnlich: Mangel an Blutkonserven der häufigsten Blutgruppe A Rhesus positiv

Uniklinikum Leipzig sucht Spender

Pressemitteilung vom 09.03.2015
Auch das gibt es: In der UKL-Blutbank mangelt es zurzeit besonders an Blutkonserven der Blutgruppe A Rhesus positiv, der mit 42 Prozent in der deutschen Bevölkerung eigentlich am häufigsten vertretenen Blutgruppe.
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Foto: Stefan Straube/UKL
 

"Dauerhaft erhöhte Abforderungen im Klinikbereich haben zu dieser speziellen Mangelsituation geführt", sagt Elke Gille, Depotleiterin am Institut für Transfusionsmedizin am Uniklnikum Leipzig und erklärt: „Normalerweise entspricht das Spendeaufkommen am Institut in etwa der Blutgruppenverteilung, das heißt, wir können Spender dieser Blutgruppe auch am häufigsten bei uns begrüßen“. Mangelsituationen kämen somit bei A Rhesus positiv so gut wie nie vor, aber wie bei allem gäbe es auch hier Ausnahmen: „Bis auf die Universalblutgruppe O Rhesus negativ, die aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften als einzige blutgruppenunabhängig transfundiert werden kann und deshalb vor allem in der Notfallaufnahme ständig sehr gefragt ist, lässt sich der Bedarf an Blutprodukten einzelner Blutgruppen tatsächlich kaum voraussagen“, so Gille. Dieser Bedarf sei am Ende eben immer abhängig von der jeweiligen Patientensituation in den Kliniken.

Wer bereits Blutspender am Institut ist, die Blutgruppe A Rhesus positiv hat und in den nächsten Tagen Zeit hat, wird daher jetzt herzlich gebeten, in den nächsten Tagen für eine Blutspende vorbeizukommen. Aber auch sonst kann sich selbstverständlich jeder, der zwischen 18 und 68 Jahren alt ist und mindestens 50 kg wiegt, in der Johannisallee 32, Haus 8 für einen „freiwilligen Aderlass“ melden, schließlich werden auch Blutspenden aller anderen Blutgruppen weiterhin benötigt. Die Einrichtung der UKL-Blutbank auf dem Medizincampus hat Montag und Freitag 7 bis 19 Uhr, sowie Dienstag bis Donnerstag von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Bitte den Personalausweis nicht vergessen und vor der Spende viel trinken (am besten Wasser, Saft oder Tee) und gut stärken.   

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Grießer, Anja.