Prof. Holger Stepan auf Lehrstuhl für Geburtsmedizin berufen

Pressemitteilung vom 17.02.2015
Leipzig. Prof. Dr. Holger Stepan wurde jetzt auf den Lehrstuhl für Geburtsmedizin der Universität Leipzig berufen. Der 47-jährige Geburtsmediziner leitet bereits seit 2007 die Abteilung für Geburtsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig. Der Lehrstuhl ist einer von wenigen selbstständigen Lehrstühlen für das Fach Geburtsmedizin in Deutschland.
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Foto: Stefan Straube/UKL
 

Mit der Berufung von Prof. Stepan wird die Geburtsmedizin in der Universitätsmedizin Leipzig nun auch akademisch gestärkt und in Forschung und Lehre intensiver vertreten. Die Geburtsmedizin am Universitätsklinikum ist seit vielen Jahren die geburtenstärkste und damit größte Geburtsklinik des Freistaates, dicht gefolgt vom Universitätsklinikum Dresden. „Das ist eine besondere Situation, die uns stolz macht und uns natürlich auch große Verantwortung auferlegt,“  sagt Prof. Holger Stepan. Der gebürtige Thüringer ist seit 1995 am Uniklinikum in Leipzig und leitet seit sieben Jahren die Abteilung für Geburtsmedizin. Sein Credo: „Unser Ziel ist es, in möglichst vielen Fällen den Frauen eine sichere natürliche Geburt zu ermöglichen, wie es sich ja auch die meisten Schwangeren wünschen“, so Stepan. „Für die Fälle, in denen medizinische Unterstützung über das übliche Maß hinaus gebraucht wird, stehen wir am UKL als Team des Perinatalzentrums der höchsten Stufe jederzeit bereit.“ Zusammen mit den Neonatologen und Kindermedizinern betreut die Geburtsmedizin hier Risikoschwangere vor und nach der Geburt sowie Familien mit Frühchen und schwerkranken Neugeborenen. Der Schwerpunkt in der Betreuung von Risikoschwangerschaften wird ergänzt durch die Forschungsarbeit von Prof. Holger Stepan, in deren Fokus unter anderem die Präeklampsie, eine auch als Schwangerschaftsvergiftung oder Gestose bekannte Schwangerschaftserkrankung, steht. Eine Präeklampsie bleibt häufig lange Zeit unbemerkt und kann bei schweren Fällen gefährlich für Mutter und Kind werden kann. „Hier gilt unser Augenmerk vor allem der Früherkennung von Risikofaktoren, damit wir die werdenden Mütter gezielt betreuen und gut durch die Schwangerschaft begleiten können“, so Stepan.

Der Geburtsmediziner Stepan, der sich bei Auslandsaufenthalten in England und den USA sowie am Max-Delbrück-Centrum in Berlin intensiv mit der geburtsmedizinischen Forschung befasst hat, möchte vor allem auch Nachwuchsmediziner für sein Fach begeistern und sich dafür in der Lehre stärker einbringen. „Pränatal- und Geburtsmedizin ist mehr, als Babys auf die Welt zu holen, auch wenn das sicher eine der schönsten Seiten der Medizin ist“, erklärt der neuberufene Professor. „Es ist auch einer der ältesten und dennoch nach wie vor spannendsten Bereiche der Medizin, auf dem es noch viele offene Fragen und Aufgaben gibt.“

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.