Uniklinikum Leipzig investiert in urologische Klinik

Drei hochmoderne OP-Säle zur Diagnostik und Therapie in Betrieb genommen

Pressemitteilung vom 06.02.2015
Leipzig. Der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Leipzig stehen jetzt drei neue hochmoderne Anlagen für die Behandlung und Diagnostik zur Verfügung. Für mehr als 1 Million Euro wurden die Eingriffsräume modernisiert, so dass jetzt präzise und leistungsstarke Geräte für die röntgenologische Funktionsdiagnostik, die Stoßwellentherapie und endourologische Eingriffe zur Verfügung stehen.
Bild vergrößern Assistenzarzt Frank Berger ( li.) und Dr. Tim Häfner bei einer Behandlung mit den neuen Anlagen in der Urologie am Universitätsklinikum Leipzig.
Foto: Stefan Straube/ UKL
 

„Mit den neuen Anlagen können wir unseren Patienten eine hochmoderne urologische Röntgendiagnostik in Kombination mit neuesten, schonenden Behandlungsmöglichkeiten anbieten“, zeigt sich Prof. Dr. Jens-Uwe Stolzenburg, Direktor der Klinik für Urologie am UKL, hoch erfreut. Die präzise digitale Bildgebung ermöglicht eine besondere Erkennung von Details, so dass schonende Behandlungsmöglichkeiten optimal eingesetzt werden können.


Endoskopische Operationen bei urologischen Krebserkrankungen, bei der gutartigen Prostatavergrößerung und bei komplexen Formen des Steinleidens werden nun auf höchstem technischem Niveau durchgeführt. Darüber hinaus können jetzt auch stark übergewichtige Patienten verschiedenen urologischen Eingriffen unterzogen werden, da die neuen Behandlungstische bis zu 200 Kilogramm Gewicht tragen können.


Die neuen Anlagen ersetzen Teile der bisherigen technischen Ausstattung in der Urologie und ermöglichen nicht nur modernere, sondern auch erweiterte Behandlungsmöglichkeiten.„So kann das neue Gerät zur Stoßwellenbehandlungen bei Nierensteinen, bei Harnleitersteinen aber auch Gallengangssteinen oder bei Steinen im Gang der Bauchspeicheldrüse eingesetzt werden. Dadurch erreichen wir wesentlich höhere Heilungsraten bei Harnsteinen, als das bisher möglich war“, erklärt Prof. Stolzenburg.
Die Stoßwellentherapie arbeitet dabei mit dem Einsatz von gerichteten Schalldruckwellen zur Zertrümmerung von verhärteten Ablagerungen im Körper – wie Harn- oder Gallensteinen oder auch Kalkablagerungen an Fuß- oder Armknochen. Neben der urologischen Steintherapie kann die neue Anlage damit auch für orthopädische Behandlungen z.B. zur Schmerztherapie bei Fersenspornen oder Tennisellenbogen genutzt werden.

 

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.