Unterstützung für Verein „Paulis Momente hilft e. V. Leipzig“:

Herzensangelegenheit für UKL-Blutspender

Pressemitteilung vom 26.11.2014
Leipzig. Zweimal helfen: Blutspender am Uniklinikum Leipzig können mit ihrem "freiwilligen Aderlass" im Zeitraum vom 1. bis 30. Dezember eine weitere gute Tat vollbringen. Im Rahmen der Aktion „Herzensangelegenheit für UKL-Blutspender“ kann die für die Blutspende erhaltene Aufwandsentschädigung wieder einem guten Zweck gespendet werden.
Bild vergrößern Individuelle Mut-Perlenkette: Krebskranke Kinder und Jugendliche am UKL erhalten im Laufe ihrer Therapie für jede Behandlung eine spezielle, von Hand gefertigte Perle
Foto: Paulis Momente hilft e. V. Leipzig
 

Die Mitarbeiter der UKL-Blutbank freuen sich im Dezember über alle Blutspender, die eine Blutspende leisten und darüber hinaus dem Verein „Paulis Momente hilft e.V. Leipzig“ zur Seite stehen. Oberärztin Dr. Elvira Edel, kommissarische Leiterin des Instituts für Transfusionsmedizin am UKL, erzählt, wie es zu dieser Aktion kam: „Den Verein Paulis Momente hilft haben wir gewählt, da vor einigen Monaten die Mitarbeiter der Allianz Deutschland AG während eines Blutspendetermins zugleich Geld für diesen guten Zweck sammelten. Dieses Engagement hat uns sehr berührt, so dass wir unsere hauseigene Weihnachtsaktion nun ebenfalls diesem Projekt widmen möchten.“ Die Transfusionsmedizinerin hofft dabei, dass das Vorhaben den Zuspruch der UKL-Spender findet: „Auch wenn sich die Mitarbeiter des Instituts selbst mit einer kleinen Geldspende beteiligen möchten, wird das Projekt doch im Wesentlichen von der Hilfsbereitschaft unserer Spender getragen. Wir sind jedenfalls sehr gespannt auf die Resonanz.“ Durchgeführt wird die Aktion in der Spendeeinrichtung des Instituts für Transfusionsmedizin in der Johannisallee 32. Blut spenden darf fast jeder ab 18 Jahren, der mindestens 50 kg wiegt und gesundheitlich fit ist. Zur Blutspende ist der Personalausweis mitzubringen.

Der Verein „Paulis Momente hilft e.V. Leipzig“ engagiert sich unter anderem für den Aufbau einer spezialisierten ambulanten pädiatrischen Palliativversorgung (SAPPV) für die Region Leipzig, bei der es Familien mit unheilbar erkrankten Kindern und Jugendlichen ermöglicht werden soll, dass diese die letzte Zeit ihres viel zu kurzen Lebens im familiären und vertrauten Umfeld mit optimaler medizinischer und psychologischer Versorgung verbringen können. Sven Graser, Vorsitzender des Vereins, erläutert, wie es zu dessen Gründung kam: „Unser Sohn Paul hat im Alter von zwei Jahren, seit März 2010, selbst gegen seine Krebserkrankung gekämpft und diesen Kampf im Dezember 2012 verloren. Als die Ärzte uns zwei Monate vor seinem Tod die Enddiagnose stellten, wussten wir, dass er die Zeit, die er noch hatte, auf keinen Fall im Krankenhaus oder in einem Hospiz verleben möchte. Er wollte einfach nur zu Hause bei seiner Familie sein, inmitten seiner vertrauten Umgebung. Zum Glück hat sich eine Ärztin der Uniklinik Leipzig in Zusammenarbeit mit unserer Kinderärztin bereit erklärt, uns begleitend zu unterstützen.“ Die durch den Verein gesammelten Spendenerlöse finden Verwendung für den Aufbau eines SAPPV-Teams. Dieser muss zunächst aus privaten finanziellen Mitteln erfolgen und kann nach Anlauf über einen abgeschlossenen Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen dauerhaft finanziert werden.

„Paulis Momente hilft e.V. Leipzig“ hat darüber hinaus seit Oktober 2014 die Patenschaft für das „Mut-Perlen-Projekt“ auf der Kinderkrebsstation im UKL übernommen. Es beinhaltet das international verbreitete Konzept der „Bravery Beads“ (Mut-Perlen) in Kooperation mit der Deutschen Kinderkrebsstiftung (DKS) zu Gunsten krebskranker Kinder und Jugendlicher. Diese erhalten im Laufe ihrer Therapie für jede Behandlung eine spezielle, von Hand gefertigte Perle und können so ihre einzigartige Mut-Perlenkette erweitern. Zwei Krankenschwestern betreuen das Mut-Perlen-Projekt am UKL. 

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Grießer, Anja.