Komplikationen beim verletzten Kind vermeiden

Zur Kindertraumatologie-Weiterbildung treffen sich Ende November rund 50 Mediziner aus ganz Deutschland an der Uniklinik

Pressemitteilung vom 18.11.2014
Am 21. und 22. November treffen sich Kindertraumatologen aus ganz Deutschland an der Uniklinik Leipzig. Im Fokus ihres Treffens stehen mögliche Komplikationen der unteren Extremitäten, also dem Körperbereich zwischen Hüfte und den Füßen.
Bild vergrößern Dr. Roland Böhm, Oberarzt in der Kinderchirurgie am UKL, zeigt das Modell eines kindlichen Oberarmknochens.
Foto: Ines Christ/UKL
 

Die Kindertraumatologen treffen sich bereits zum zweiten Mal in Leipzig, der erste Teil des Kurses fand bereits 2010 statt. Damals waren die oberen Extremitäten Thema der Veranstaltung. Eingeladen haben damals als auch heute die Uniklinik Leipzig und der Verein "Licht und Lachen für kranke Kinder / Effizienz in der Medizin e.V.", kurz „Lila e.V.“. „Ziel des Vereins ist es, Komplikationen beim verletzten Kind zu vermeiden“, so Dr. Roland Böhm, der einerseits Vorstandsmitglied des Lila e.v. und andererseits Arzt an der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie des UKL ist und die wissenschaftliche Leitung der aktuellen Weiterbildungsveranstaltung inne hat.

Bei der Versorgung von Verletzungen  kann es zu einer Vielzahl an Komplikationen kommen, schon bei der Verletzung selbst und noch Jahre danach. Deshalb müssen die Mediziner erkennen können, wann es sich um einen echten Notfall handelt und welche Komplikationen auftreten können: "Auch den Schmerz sehen wir als eine Komplikation, denn dieser wirkt sich immer negativ auf die gesamte Behandlung aus", so Dr. Böhm. "Bei jedem Kind haben wir eine andere Reaktion auf Gewebeverletzungen, also jeweils einen anderen Grad des Schmerzes. Deshalb kämpfen wir bei den Kindern zuerst gegen den Schmerz an, erst dann gegen die speziellen Symptome ihrer Verletzung".

Neben Dr. Böhm wird auch PD Dr. Ulf Bühligen, kommissarischer Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie am UKL, zu den Teilnehmern sprechen. Der Tagungsleiter freut sich, mit Prof. Dr. Pierre Hepp von der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und plastische Chirurgie der Uniklinik Leipzig einen weiteren Spezialisten als Referenten für die Veranstaltung gewonnen zu haben. „Prof. Hepp ist ein langjähriger Partner und ein Experte in der arthroskopischen Behandlung von Verletzungen des Knieraums. "Kinder, die von Pierre Hepp untersucht und behandelt worden sind, liegen bei uns zur Betreuung auf der Station."

Darüber hinaus stehen der Leiter der Kinderradiologe Prof. Dr. Wolfgang Hirsch von der Abteilung für Kinderradiologie des UKL sowie der Kinderchirurg und Kindertraumatologe Dr. Justus Lieber von der Universitätskinderklinik Tübingen sowie Prof. Dr. Wolfgang Linhart aus Österreich als Referenten fest. Die Teilnehmer der Weiterbildung bekommen somit eine breite Expertise von anerkannten Fachleuten geboten.

Weitere Themen der beiden Tage sind beispielsweise  das Kompartmentsyndrom im Kindesalter, der Umgang mit Infektionen oder therapeutische Optionen bei Knochenzysten. Einzelfallbesprechungen schließen sich an beiden Tagen den Seminaren an. "Diese Besprechungen werden für die Mediziner intensiv sein, jeder Teilnehmer nimmt reihum an den beiden Veranstaltungstage an diesen Besprechungen teil", gibt Dr. Böhm einen Ausblick. 

 

 

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Sandra Hasse.