Universitätsmedizin Leipzig übt den Katastrophenfall

Pressemitteilung vom 18.11.2014
Leipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig probt gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät heute den Ernstfall: Ab 9.00 findet in der Liebigstraße eine großangelegte Katastrophenschutzübung statt.

Gemeinsam mit externen Partnern wie dem ASB wird die Räumung und Evakuierung aus dem Zentralen Forschungsgebäude geübt sowie anschließend die Versorgung einer Vielzahl von Verletzten in der Zentralen Notfallaufnahme.
38 Schüler der Medizinischen Berufsfachschule und Medizin-Studenten sind als freiwillige Helfer in Einsatz, um als Verletzten-Darsteller eine möglichst realistische Übungssituation zu schaffen.
Das Universitätsklinikum ist auf verschiedene Katastrophen-Szenarien durch detaillierte Einsatzpläne gut vorbreitet. Um diese im Ernstfall schnell umsetzen zu können, wird am UKL einmal jährlich eine Katastrophenschutzübung durchgeführt.
In diesem Jahr ist diese mit der Beteiligung der Fakultät sowie weiterer Partner und Patientendarsteller besonders groß angelegt. „Unser Ziel ist, die internen Abläufe und Prozesse im Katastrophenfall unter möglichst realistischen Bedingungen zu erproben und zu prüfen, ob es etwas gibt, was wir noch weiter verbessern können“, erklärt Prof. Christoph Josten, Klinikdirektor und Katastrophenschutzbeauftragter am UKL. Gerade auch die Zusammenarbeit an den Schnittstellen zu Organisationen wie Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten erfordert eine gute und enge Abstimmung für reibungslose Abläufe. Die mehrstündige Übung umfasst mehrere Übungsteile: Während in der Notaufnahme der Umgang mit einem sogenannten Massenanfall von Verletzten und die Einteilung nach Dringlichkeit, die sogenannte Triage, geübt werden, proben weitere UKL-Mitarbeiter die Koordination aller Abläufe im Katastrophenfall innerhalb einer speziellen Krankenhauseinsatzleitung. “Wir haben hervorragend vorbereitete Ablaufpläne, aber die Schwierigkeiten in realen Situationen lassen sich schlecht planen – daher sind solch aufwändige Übungen wie diese extrem sinnvoll und wichtig für uns als Klinikum“, so Josten.

 

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.