Herzkatheter am UKL auf neuesten Stand modernisiert

Erneuerte Geräte arbeiten mit halber Strahlendosis und größerer Bildpräzision

Pressemitteilung vom 17.09.2014
Leipzig. Den Kardiologen am Uniklinikum Leipzig stehen jetzt grundmodernisierte Herzkatheteranlagen zur Verfügung. Für 335 000 Euro werden die Geräte auf den neuesten Stand gebracht und arbeiten jetzt präziser und schonender: Bei den Durchleuchtungen während der Katheteruntersuchung fällt nur noch die halbe Strahlendosis an.
Bild vergrößern OA Norbert Klein im Herzkatheterlabor des UKL, das gerade modernisiert wurde.
Foto: Angela Steller / UKL
 

Zwischen 30 Minuten und zwei Stunden dauert eine Untersuchung und Behandlung im Herzkatheterlabor der Kardiologen am Universitätsklinikum Leipzig. In dieser Zeit werden oft mehrmals die integrierten Röntgenanlagen eingeschaltet, mit deren Hilfe die Kardiologen und Angiologen Gefäßstrukturen und Veränderungen erkennen und beurteilen sowie bei Eingriffen die Geräte navigieren können.
Dank der jetzt technisch grunderneuerten Anlage können dabei auch bei komplexen Eingriffen detailreiche und hochauflösende Darstellungen und präzise Analysen erfolgen, während die Strahlenbelastung gleichzeitig halbiert wird. „Das ist ein großer Vorteil für unsere Patienten“, erklärt Oberarzt Norbert Klein, „denn jede Strahlung zu viel sollte unbedingt vermieden werden.“ Gleichzeitig sind so auch die Ärzte, die im Katheterlabor arbeiten, besser geschützt. Ein kleiner Clip-Dosimeter misst die persönliche Strahlenbelastung jedes Mitarbeiters und meldet per Signal, wenn die zulässige Maximaldosis erreicht ist. „Das ist auch für uns eine Verbesserung“, beschreibt Kardiologe Klein.


Die modernisierte Anlage liefert zudem aber auch bessere und präzisere Bilder, die den Ärzten ein genaueres Arbeiten ermöglichen. Die erste modernisierte Anlage ist schon in Betrieb, in den kommenden Wochen wird auch der zweite Herzkatheterbehandlungsplatz umgebaut und auf den neuesten Stand aufgerüstet.
Zusammen mit den zwei am 8. September in Betrieb genommenen Angiologieanlagen in der Interventionellen Angiologie verfügt das Universitätsklinikum Leipzig damit über vier hochwertige und moderne Katheteranlagen für Gefäßbehandlungen am Herzen sowie aller anderen Gefäße. „Damit haben wir unserem Ausbau einer leistungsfähigen Gefäßmedizin einen weiteren wichtigen Schritt hinzugefügt“, ergänzt Prof. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand des UKL.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.