Den Kreuzschmerzen zu Leibe rücken

UKL-Symposium beschäftigt sich mit Schmerzursachen in der Lendenwirbelsäulen-Becken-Region

Pressemitteilung vom 29.08.2014
Leipzig. Einfach jeder kennt Kreuzschmerzen: Den einen plagen sie kurzzeitig, der andere leidet jahrelang. Viele haben, besonders im Alter, Probleme mit Erkrankungen der Hüfte und des Beckens. Die Symptome können sich überlagern, die Ursachen sind vielfältig und oft nicht leicht zu finden. Entsprechend individuell muss auch die Behandlung sein. Wie dies im Einzelnen aussehen kann, ist Thema des 15. Knochen-Knorpel-Symposiums am Universitätsklinikum Leipzig.

„Schmerzen in der Gegend der Lendenwirbelsäule und der Beckenregion sind extrem weit verbreitet, haben aber oft sehr unterschiedliche, häufig nicht einfach zu findende Ursachen“, sagt Prof. Christoph-Eckhard Heyde, Wirbelsäulenexperte am Universitätsklinikum Leipzig und Leiter des am 6. September stattfindenden Symposiums zum Kreuzschmerz. Die Zahl der davon betroffenen Patienten steigt, und wird weiter steigen, denn Schmerzen in dieser Region werden häufig durch Abnutzung, die mit dem Alter zunimmt, verursacht. „Weil die sehr allgemein als Kreuzschmerzen bezeichneten Symptome aber verschiedenste Ursachen haben können, von der abgenutzten Bandscheibe bis zu Störungen und Erkrankungen im Beckenbereich, müssen hier Diagnose und Behandlung möglichst breit angelegt werden“, so Heyde. Beispielsweise würden Schmerzen des Kreuzbein-Darmbein-Gelenks, eines wichtigen, aber unterschätzten Gelenks, oftmals fehl interpretiert. Dabei kann in solchen Fällen häufig mit einfachen Behandlungsmethoden wirksam geholfen werden.

Einen Überblick über aktuelle Methoden zur Diagnose sowie zu konservativen und operativen Therapiemöglichkeiten und neuen Erkenntnisse dazu liefert das diesjährige Symposium am UKL, zu dem etwa 130 Wirbelsäulen- und Hüft-Fachleute aus dem mitteldeutschen Raum erwartet werden. Vorgestellt wird ein breites Spektrum an Verfahren von der Diagnostik über konservative Therapieverfahren wie die multimodale Schmerztherapie bis zu minimal-invasiven und offenen chirurgischen Techniken, was eine sehr individuelle Behandlung ermöglicht.
Entsprechend umfassend gehen in diesen Fällen die Ärzte am UKL vor: Neben einer breiten Diagnostik stehen in den Sprechstunden alle Verfahren zur Verfügung, von der Schmerzlinderung mittels Medikamenten, Physiotherapie bis hin zur Schlüsselloch-Operation. „Rückenschmerzen sind eine der häufigsten Ursachen für chronische Schmerzen, und viele Hüfterkrankungen können zu schwerwiegenden funktionellen Einschränkungen führen“, so Heyde, „eine solche Entwicklung bei unseren Patienten früh zu verhindern ist hier die wichtigste Aufgabe.“

 

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.