Wenn Blase und Darm schwächeln – Therapien gegen Inkontinenz

Kontinenzzentrum am UKL informiert am 28. Juni mit Vorträgen und Mitmach-Angeboten zum Ausprobieren

Pressemitteilung vom 20.06.2014
Leipzig. Wenn Darm und Blase schwächeln, beginnt für viele Menschen oft ein großer Leidensdruck. Das Thema ist gesellschaftlich noch immer ein Tabu, dabei leiden allein in Deutschland etwa fünf bis acht Millionen Menschen an Inkontinenz. Häufig schämen sich Betroffene, Unterstützung zu suchen, dabei gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten. Die verschiedenen Therapieverfahren stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt beim Tag der offenen Tür am Kontinenzzentrum des Uniklinikums Leipzig. Dieser findet am 28. Juni im Rahmen der internationalen Kontinenzwoche bereits zum sechsten Mal statt.

„Mit unseren Veranstaltungen am Tag der offenen Tür wollen wir aufklären, über Hilfe informieren und bieten allen Interessierten die Möglichkeit zum Austausch“, sagt Dr. Andreas Gonsior, Leiter des Kontinenzzentrums am UKL. Von 10 bis 11.30 Uhr werden im Foyer der Urologischen Ambulanz in Vorträgen die Möglichkeiten der so genannten konservativen Behandlung sowie operative Verfahren vorgestellt. Dabei können die Besucher Neues über die Therapie bei Harn- sowie bei der Stressinkontinenz erfahren und zudem, was bei Stuhlinkontinenz aus medizinischer Sicht möglich ist.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, selbst aktiv zu sein. Physiotherapeuten des Uniklinikums zeigen zwischen 11.30 und 13 Uhr auf einer Aktionsfläche Übungen und geben Tipps für den Alltag, die die Besucher vor Ort selbst ausprobieren können. „Wir wollen zeigen, dass Physiotherapie bei Fehlfunktionen des Beckenbodens sehr vielfältig sein kann und ein wichtiger Baustein in unserem Kontinenzzentrum ist“, so Dr. Gonsior.

Während des Tages der offenen Tür beantworten die Experten des Kontinenzzentrums und Vertreter von Selbsthilfegruppen auch im persönlichen Gespräch die Fragen der Besucher. Zudem werden verschiedene Heil- und Hilfsmittel vorgestellt.

Hintergrund:
Kontinenzzentrum am UKL
Das Kontinenzzentrum des Universitätsklinikums Leipzig ist interdisziplinär ausgerichtet. Patienten mit Erkrankungen und Funktionsstörungen des Beckenbodens und der Beckenorgane werden von verschiedenen Fachabteilungen und Kooperationspartnern mit einem ganzheitlichen Anspruch behandelt, denn das Zusammenspiel vieler Mechanismen im Becken und den übergeordneten Steuerorganen ist Voraussetzung für Harn- und Stuhlkontinenz sowie die ungehinderte Entleerung von Blase und Darm.

Dementsprechend ist auch eine effektive Diagnostik und Therapie von funktionellen Störungen an das Zusammenwirken mehrerer Fachrichtungen gebunden. Kindermedizin, Neurourologie, Urogynäkologie, Koloproktologie und Physiotherapie sind die Kernbereiche des Zentrums. Integriert sind zudem Sprechstunden für Ernährungsmedizin, Multiple Sklerose, Stomatherapie und für kontinenten Harnblasenersatz. Zum Kontinenzzentrum gehören zudem zwei Selbsthilfegruppen.

http://kontinenzzentrum.uniklinikum-leipzig.de/

Kurz-Info:
Tag der offenen Tür im Kontinenzzentrum des Uniklinikums Leipzig
28. Juni, 10 – 13 Uhr
Liebigstraße 20, Haus 4
A-Turm, 1. Etage, Foyer der Urologischen Ambulanz

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Ines Christ.