„Blutbeutel-Tausch“ zum Weltblutspendetag

UKL-Blutbank mit Sonderaktion am 13. Juni

Pressemitteilung vom 11.06.2014
Die Entdeckung der Blutgruppen durch den Österreicher Karl Landsteiner führte zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu einer Revolution in der Transfusionsmedizin. Ihm zu Ehren erinnert die WHO jedes Jahr am 14. Juni mit dem Weltblutspendetag an die überlebenswichtige Bedeutung der Blutspende. Auch die Blutbank des Uniklinikums Leipzig hat sich für diesen Anlass eine besondere Aktion einfallen lassen: Am 13. Juni werden Beutel gegen Beutel getauscht wird.

Den Weltblutspendetag am 14. Juni feiert die Blutbank des Uniklinikums Leipzig bereits am Freitag, den 13. Juni mit einer besonderen „Tauschaktion“: In allen Spendeeinrichtungen des Blutspendeinstituts gibt es an diesem Tag für alle Spender eine kleine Aufmerksamkeit. Bei der Abgabe von 450ml Blut erhalten alle Spender als Dankeschön ebenfalls einen „Blutbeutel“ – aus Stoff, knallig rot und mit entsprechender Aufschrift versehen. Nicht nur ein Hingucker, sondern ausgestattet mit Schreibblock, Kuli und Klebemarker auch eine  kleine Verschönerung des Büro- oder Uni-Alltags.

 

Frau OÄ Dr. Elvira Edel weiß diesen jährlichen „Ehrentag für alle Blutspender“ zu schätzen. „Ohne das kontinuierliche Engagement unserer Blutspender und der stetigen Bereitschaft neuer ‚Lebensretter‘ wäre unser Versorgungsauftrag, der in erster Linie die transfusionsmedizinische Komplettversorgung des Universitätsklinikums und weiterer Krankenhäuser der Region umfasst, nicht zu erfüllen. Dankbar sind wir unseren Spendern für ihren uneigennützigen Einsatz natürlich immer – aber dieser Ehrentag bietet uns die Möglichkeit, diese Dankbarkeit auch in die Öffentlichkeit zu transportieren.“  Wer mit seiner Blutspende helfen will, ist jederzeit herzlich willkommen. Die Spendeeinrichtung der UKL-Blutbank in der Johannisallee 32 hat montags und freitags von 7 bis 19 Uhr, dienstags bis donnerstags von 8 bis 20 Uhr geöffnet. In der Außenstelle in der Delitzscher Straße 135 freut man sich dienstags, donnerstags und freitags von 13 bis 19 Uhr, mittwochs von 8 bis 14 Uhr auf potenzielle Lebensretter.

 

Hintergrund:

Am 14. Juni 1868 kam Karl Landsteiner in einem Vorort von Wien auf die Welt, der als Arzt die moderne Transfusionsmedizin mit seinen Entdeckungen begründete. 1901 stellte er nach intensiven Beobachtungen fest, dass Blut und Blutplasma nicht zufällig, sondern nach bestimmten Regeln verklumpen. Das Blut ließ sich folglich in drei Gruppen einteilen: A, B und C (heute wird diese Gruppe als „Null“ bezeichnet). Wenig später ergänzten seine Kollegen in der Wiener Ärzteschaft die bereits erhaltenen Ergebnisse um eine weitere Gruppe, nämlich AB. 1940 entdeckte Landsteiner die Rhesusfaktoren und reduzierte damit die Unverträglichkeiten einer Blutspende auf ein Minimum. Für seine bahnbrechende Forschung erhielt der Arzt 1930 den Nobelpreis.

 

Kontakt:

Anja Grießer
Institut für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Leipzig
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
0341-97 25344

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Grießer, Anja.