Strategien gegen zunehmende Lungenerkrankungen bei Kindern

Allergien und Asthma im Fokus der ersten Kinderpneumologen-Tagung in Leipzig

Pressemitteilung vom 22.05.2014
Leipzig. Immer mehr Kinder leiden unter Lungenerkrankungen: Die Zahl der kleinen Asthma-Patienten steigt ebenso wie die der Kinder mit allergiebedingten Atemproblemen und chronischem Husten. Die erstmals in Leipzig stattfindende Tagung der Kinder-Lungenexperten widmet sich vom 23. bis zum 25. Mai diesem Bereich der Kindermedizin. Vorgestellt werden aktuelle Strategien im Umgang mit den häufigsten Erkrankungen ebenso wie mit besonders seltenen Krankheitsfällen.
Zeit 23. Mai 2014, :00 Uhr bis 25. Mai 2014, :00 Uhr
Ort Bayrischer Bahnhof, Leipzig
Bild vergrößern OA Freerk Prenzel, Experte für Lungen-Erkrankungen bei Kindern an der Kinderklinik des UKL.
Foto: Stefan Straube/ UKL
 

Die dreitägige Tagung, zu der mehr als 230 Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet werden, widmet sich dem breiten Spektrum der Atemwegserkrankungen von Asthma über schwere Lungenfehlbildungen bis hin zu Tuberkulose und chronischem Husten. „Unsere Sprechstunden sind voll mit Kindern, die unter Lungenerkrankungen leiden“, erklärt Oberarzt Dr. Freerk Prenzel, Tagungspräsident und Kinderpneumologe in der Kinderklinik des Universitätsklinikums Leipzig. „Zum einen nehmen Allergien und Asthma immer mehr zu, zum anderen steigt aber auch die Zahl der Kinder, die als ehemalige Frühchen später Lungenprobleme entwickeln“, so der Experte für Kinderlungen.

Etwa jedes zehnte Kind in Deutschland leidet an Asthma, Tendenz steigend. Die Ursachen sind vielfältig, auch die Hygiene und damit das Fehlen des Kontakts zu nützlichen Erregern gehören zu möglichen Gründen. Neben den häufig gestellten Diagnosen gehören aber auch viele Kinder mit extrem seltenen Erkrankungen zu den Patienten an Kinderpneumologie-Zentren wie der Leipziger Uni-Kinderklinik. „Das sind sehr speziell kranke Kinder, die besondere Behandlungen oft über lange Zeit benötigen“, erläutert Oberarzt Prenzel.

Wie diese aussehen und welche Erkenntnisse es sowohl zu den häufigen wie auch zu den selten Lungenerkrankungen im Kindesalter gibt, diskutieren die Teilnehmer der Leipziger Tagung. Die Themen reichen von Inhalation über Feinstaub bis zu Mukoviszidose und Infektiologie. Ebenfalls auf dem Programm – praktische Kurse mit Übungen zur Lungenfunktion, Inhalationstraining und Allergietestung. „Wichtiges Anliegen für uns ist auch, zu einem sensiblen Umgang mit den derzeit häufigen Diagnosen gerade zu Allergien und Unverträglichkeiten aufzurufen und hier möglichen Überbehandlungen vorzubeugen“, betont Prenzel.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.