Internationale „Leipziger Schule“ der gynäkologischen Tumorchirurgie

UKL-Gynäkologie vermittelt seit Jahren erfolgreich innovatives Operationskonzept

Pressemitteilung vom 21.03.2014
Leipzig. Vom 24. bis zum 27. März treffen sich wieder Gynäkologen aus aller Welt am UKL zur Leipzig School der radikalen Beckenchirurgie. Zweimal im Jahr vermitteln hier die UKL-Gynäkologen das von Prof. Michael Höckel, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde, entwickelte innovative Operationskonzept zur besseren Behandlung von Krebserkrankungen. Der Kurs umfasst neben anatomischen Grundlagen und Workshops auch die Übertragung von Live-Operationen mit parallelen Erläuterungen.

Die 19 Kursteilnehmer kommen unter anderem aus Mexiko, Italien und Saudi-Arabien, um am Universitätsklinikum Leipzig die hier entwickelten neuen Tumoroperationsverfahren zu erlernen. Seit dem Start 2005 hat sich diese Leipzig School gut etabliert, die zwei jährlichen Kurse sind immer weit im Voraus ausgebucht.

„Inzwischen zertifizieren wir auch Operateure in deren Kliniken, die nach unseren Prinzipien arbeiten“, erklärt Prof. Michael Höckel. Der Kurs vermittelt die von ihm entwickelten Operationstechniken zur umfassenden operativen Behandlung von Krebserkrankungen des weiblichen Genitaltraktes. Dabei werden alle Gewebe entfernt, die sich aus den gleichen embryonalen Strukturen entwickelt haben. „Wir haben festgestellt, dass der Krebs bei seiner Ausbreitung genau diese Strukturen erfasst“, so Höckel. Werden die Gewebe entfernt, können keine neuen Tumoren entstehen und der Krebs wird geheilt. „Dabei kommen wir ohne Bestrahlungen aus“, so der UKL-Gynäkologe. Die in den letzten Jahren seit der Etablierung der Leipziger Methode erhobenen Daten zum Langzeiterfolg geben ihm recht.

Inzwischen kommen Patientinnen aus dem gesamten Bundesgebiet nach Leipzig, um sich nach den Verfahren operieren zu lassen. Mehr als 500 sind es bereits. „Aktuell wird zudem eines unserer Verfahren, die Totale mesometriale Resektion (TMMR), im Rahmen einer großen multizentrischen Studie mit der Standardbehandlung verglichen“, so Höckel.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.