100. Hornhaut-Transplantation dieses Jahres an der Augenklinik des Universitätsklinikums

76-jährige Leipzigerin sah vor der OP nur noch 30 Prozent und ist jetzt überglücklich

Pressemitteilung vom 11.11.2013
Bild vergrößern Am Universitätsklinikum Leipzig wurde jetzt die 100. Hornhauttransplantation dieses Jahres durchgeführt.
Foto: Stefan Straube/ UKL
 

Die 100. Hornhaut-Transplantation des Jahres 2013 ist jetzt an der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums vorgenommen worden. Dabei wurde von Dr. Andrei Nestler, Oberarzt an der Augenklinik, bei einer 76-jährigen Frau eine so genannte DMEK-Operation vorgenommen, mit der besonders schonend und effektiv das Sehvermögen weitgehend wiederhergestellt werden kann. Die Leipzigerin, die vor der OP eine Sehkraft von nur noch 30 Prozent hatte, ist überglücklich und kann jetzt wesentlich besser sehen.

„Hinter der Abkürzung DMEK steht Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty, womit eine relativ neuartige Hornhauttransplantation beschrieben wird. Wir setzten diese Methode seit über zwei Jahren ein. Einfach gesagt, wird dabei nicht die komplette Hornhaut ersetzt, sondern nur die erkrankte Hornhautinnenschicht, das Endothel“, so Dr. Nestler.

Während bei einer klassischen Hornhaut-Transplantation die neue Hornhaut ins Auge eingenäht wird, muss bei der DMEK-OP nicht genäht werden. Da nur eine 15 Mikrometer dünne Schickt ersetzt wird, kann sie durch eine Luftblase von innen an die Hornhaut angepresst werden und wächst innerhalb kurzer Zeit an. „Ein wesentlicher Vorteil der DMEK-OP besteht eben darin, dass der Patient sehr schnell von der Transplantation profitiert. Meist dauert es nur einige Wochen, bis die volle Sehschärfe wieder hergestellt ist“, erläutert der Leipziger Augenarzt. „Zudem werden die Brechungswerte des Auges durch die OP kaum verändert; bei der klassischen OP mit den Wundnähten muss meist mit starken Brillengläsern nachkorrigiert werden.“

Die DMEK-Operation hat sich an der Leipziger Universitäts-Augenklinik zu einer etablierten Methode entwickelt – aber naturgemäß nur für Patienten mit Endothelerkrankungen. Diese können schon vier Wochen nach der halbstündigen Operation die Welt „mit ganz anderen Augen“ betrachten – so die von den Operateuren oft gehörten Patientenworte.

Uw

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