Notfallmedizin von A bis Z

LIFEMED-Symposium am UKL ist einzigartig in Deutschland

Pressemitteilung vom 23.09.2013
Leipzig. Am Universitätsklinikum Leipzig steht vom 27. bis 29. September die Notfallmedizin im Mittelpunkt. Zum Leipziger Interdisziplinären Forum für Notfallaufnahme und Notfallmedizin (LIFEMED) werden rund 300 Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet, darunter Ärzte, Pflegekräfte sowie Mitarbeiter von Rettungs- und Notarztdiensten. "Die Notaufnahme ist die Schnittstelle zwischen Hausärzten, dem Rettungs- und Notarztdienst und dem Klinikum; es sind also viele verschiedene Berufsgruppen beteiligt. Dem wollen wir mit unserer Veranstaltung Rechnung tragen, die in dieser Form einzigartig in Deutschland ist", sagt Professor André Gries, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notfallaufnahme am UKL.

Vorträge zu verschiedenen notfallmedizinischen Themen vermitteln nicht nur Praxiswissen, welches von den Teilnehmern schon am kommenden Tag bei der eigenen Arbeit umgesetzt werden kann. Auch die aktuellen Entwicklungen in der Notfallmedizin in Deutschland, wozu beispielsweise die intensiv diskutierte separate Facharzt-Ausbildung gehört, werden aufgegriffen.

Im Mittelpunkt stehen außerdem ein Anmelde- und Übergabekonzept, das beispielsweise am UKL 2012 eingeführt wurde, die Ersteinschätzung von Patienten in der Notaufnahme und so genannte Leitsymptome. Neben den UKL-Experten für Notfallmedizin gehören Fachleute aus ganz Deutschland und der Schweiz zu den Referenten, die auch über das „Kleine Trauma-1x1“ oder die „10 Gebote der ZNA“ sprechen. Ein wissenschaftlicher Beirat flankiert die Veranstaltung.

Parallel zu den Vorträgen finden drei Workshops statt, bei denen die Teilnehmer bestimmte Notfalltechniken üben können, etwa einen Luftröhrenschnitt, der notwendig wird, wenn Schwellungen im Mundraum oder Verletzungen eine andere Möglichkeit der Beatmung verhindern. Ein vierter Workshop richtet sich speziell an Berufseinsteiger. Er beschäftigt sich vor allem mit häufigen Krankheitsbildern bei Notfallpatienten. „Patienten kommen mit einem Symptom zu uns, nicht mit einer Diagnose, sie leiden beispielsweise an starken Brust- oder Bauchschmerzen oder einem schlechten Allgemeinzustand. Was sich dahinter verbirgt, müssen wir erst herausfinden“, erklärt Professor Gries den Alltag in der Zentralen Notaufnahme.

Das LIFEMED-ZNA-Symposium für Notfallaufnahme und Notfallmedizin führt die ZNA-Symposien der letzten Jahre in neuem Format am Universitätsklinikum fort und setzt neben neuen Inhalten wie den Workshops auch auf besondere „Aufwecker“: „Mit kurzen Fallbesprechungen wollen wir den Einstieg in einen arbeitsreichen Tag und nach den Pausen erleichtern“, sagt Professor Gries. Ungewöhnliches steht dabei im Mittelpunkt. So werden die LIFEMED-Teilnehmer unter anderem erfahren, woran der Patient wirklich litt, der vom Rettungsdienst mit dem Hinweis gebracht wurde: „… hat in den Kühlschrank gepinkelt.“

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es unter www. lifemed-zna2013.de. Kurzfristige Anmeldungen für die Vorträge der Fachtagung sind bis zum Veranstaltungstag (28. September) möglich.

 

Hintergrund: Die Zentrale Notaufnahme am Universitätsklinikum Leipzig

In der Zentralen Notaufnahme (ZNA) werden jährlich rund 33.000 Patienten versorgt. Die ZNA ist mit drei Schockräumen, sieben Behandlungs- und acht Überwachungsplätzen ausgestattet und soll zukünftig sowohl durch eine „fast-track“-Einheit als auch durch eine Notfallaufnahmestation ergänzt werden.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Ines Christ.