„Auch Du kannst Leben retten!“ Woche der Wiederbelebung startet am Montag mit Aktionstag am UKL und im Stadtzentrum

Pressemitteilung vom 11.09.2013
Leipzig. Mit einer bundesweiten Aktionswoche werben der Berufsverband Deutscher Anästhesisten e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. dafür, dass im Notfall auch Laien beherzt eingreifen und Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen. Hintergrund ist die erschreckend niedrige Rate an Laien-Reanimationen in Deutschland: In nur 17 Prozent der Fälle werden Wiederbelebungsmaßnahmen durch Zeugen vor dem Eintreffen der Rettungskräfte durchgeführt. Hier die Bereitschaft zu einem eigenen Einsatz zu erhöhen, hat sich ein breites Leipziger Bündnis von Rettungsfachleuten zum Ziel gesetzt.
Zeit 16. September 2013, 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Ort Universitätsklinikum Leipzig, Petersbogen, Marktplatz, Augustusplatz

„Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland“, erklärt Dr. Alexander Dünnebier. „Der Grund ist auch eine zu späte Wiederbelebung“, so der Anästhesist vom Uniklinikum Leipzig. Trotz optimaler Rettungskette vergeht oft wertvolle Zeit, bis ein Fachmann vor Ort ist. „Wir verlieren lebensrettende Minuten, weil sich Anwesende nicht trauen, mit der Wiederbelebung zu beginnen“, so der erfahrene Notarzt. „Dabei könnten einfache Handgriffe in Deutschland jährlich ungefähr 5000 Leben retten.“ Um das zu ändern, wurde bundesweit die Woche der Wiederbelebung unter Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministers initiiert. Vom 16. bis zum 22. September soll die Bevölkerung über Reanimationsmaßnahmen informiert werden, damit künftig mehr Menschen auch selbst Hand anlegen. „In Skandinavien ist die Zahl der Laienreanimation mit etwa 60 Prozent deutlich höher, mit dem Erfolg, dass weniger Menschen sterben“, so Dünnebier, der die Leipziger Aktionswoche koordiniert. An dieser beteiligen sich neben dem Uniklinikum und der Medizinischen Fakultät auch der Arbeiter Samariter Bund, die Johanniter, das Deutsche Rote Kreuz, Malteser Hilfsdienst und die Stadt Leipzig.

Der Startschuss fällt am Montag, dem 16. September, mit Aktionen am Uniklinikum und in der Leipziger Innenstadt, wo ab 11.00 Uhr über Wiederbelebungsmaßnahmen informiert wird und die Besucher auch selbst üben können.

Bei Schulbesuchen werden Ärzte und weitere medizinische Fachkräfte mit Schülern üben, wie die Botschaft „PRÜFEN- RUFEN-DRÜCKEN“ richtig in die Praxis umzusetzen ist. Am zentralen Aktionsstand im Petersbogen stehen die ganze Woche über Ansprechpartner bereit. Die zahlreichen weiteren Aktionen schließen am 22. September mit einer zentralen Veranstaltung auf dem Leipziger Marktplatz ab.

Der lokale Videoclip und die Fernsehwerbung sind auf der Homepage der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie abrufbar.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.