Blutbild schneller und präziser dank neuer hämatologischer Spitzentechnologie

Neu installierte hochmoderne Analysensysteme verbessern Labordiagnostik

Pressemitteilung vom 28.08.2013
Leipzig. Mit einer modernen neuen Laborgeräte-Gruppe verbessert das Uniklinikum Leipzig jetzt die Analysemöglichkeiten im Institut für Labormedizin. Das aus mehreren Komponenten bestehende System kann die täglich anfallenden 900 Blutproben schneller und sehr viel genauer bearbeiten und auch für sehr spezielle Fragenstellungen präzise Auswertungen liefern.
Bild vergrößern Dr. Tim Drogies und Ramona Worms, Leitende MTA, am neuen Hämatologiesystem für die Erstellung von Blutbildern im Institut für Laboratoriumsmedizin am UKL.
Foto: Ines Christ
 
Bild vergrößern Das neue Gerät kann die täglich bis zu 900 Proben schneller und präziser bearbeiten.
Foto: Ines Christ
 

Fast jedem stationär oder ambulant am UKL behandelten Patienten wird – oft sogar mehrmals - Blut für ein sogenanntes „Blutbild“ abgenommen. Hier werden vor allem die zellulären Bestandteile – weiße und rote Blutkörperchen sowie Blutplättchen - beurteilt. Diese täglich bis zu 1000 Proben landen alle im Institut für Laboratoriumsmedizin, zu Spitzenzeiten 150 pro Stunde. Im 24-Stunden-Dienst werden die eingehenden Proben analysiert und die Ergebnisse an die Stationen zurückgemeldet. Die Resultate sind entscheidend für die Diagnose und anschließende Behandlung einer Reihe von Erkrankungen. Dank des gerade installierten neuen Gerätesystems können die Proben jetzt noch schneller und präziser ausgewertet werden. „Die neuen Gerätegeneration ermöglicht uns eine deutlich bessere Qualität in der hämatologischen Basisdiagnostik“, erklärt Prof. Dr. Joachim Thiery, Direktor des UKL-Instituts für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik. „Wir können noch effizienter Proben bearbeiten und unterschiedliche Zelltypen genauer charakterisieren als bisher“. Das sei zum Beispiel auch für die Beurteilung der Blutgerinnung wesentlich. „Wir behandeln häufig Patienten mit schweren Gerinnungsstörungen, für deren Therapie es ganz entscheidend ist zu wissen, wie hoch die Anzahl der Blutplättchen, der Thrombozyten, gerade ist“, erläutert Prof. Thiery. Diese Anzahl wird durch das neue Gerät mit einem ganz neuen Verfahren erfasst und gemessen, welches sehr viel zuverlässigere Aussagen ermöglicht.

Da im UKL-Labor die Systeme nie stillstehen können, wurde das neue Großgerät zwei Wochen lang bei laufendem Betrieb eingebaut und schrittweise in Betrieb genommen. Die neuen hämatologischen Geräte ersetzen ein 13 Jahre altes System. „Die Verbesserungen sind sehr spürbar“, freut sich Dr. Tim Drogies, Facharzt am Institut. So können damit jetzt auch mikroskopische Differentialblutbilder digital erstellt und befundet werden, indem diese vom Gerät erfasst und standardisiert vorklassifiziert werden. Das spart zum einen Zeit, gleichzeitig werden die elektronisch erstellten Mikroskopiebilder erfasst und gespeichert. „Dadurch können wir die Bilddaten auch den Kollegen in der Klinik zur Verfügung stellen und mit Ihnen gemeinsam betrachten und auswerten“, erläutert Labormediziner Drogies. Ein solcher Austausch erfolgt bereits mit der Abteilung für Pädiatrische Onkologie, Hämatologie und Hämostaseologie. „Wir sehen die Zellbilder auf unseren Bildschirmen in der Klinik und können diese zusammen mit den Kollegen im Labor beurteilen“, zeigt sich Prof. Holger Christiansen, Leiter der Kinderonkologie, begeistert. „Auf diese Weise können wir schneller und effektiver Diagnosen ein- oder ausschließen, oder den Therapieerfolg beobachten“.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.