UKL auch 2012 mit positivem Jahresergebnis

Uniklinikum Leipzig legt Jahresergebnis vor/ Eine der wenigen Kliniken in Gewinnzone

Pressemitteilung vom 16.07.2013
Leipzig. Das Universitätsklinikum Leipzig erreicht mit einem Gewinn von über einer Million auch 2012 wieder ein positives Jahresergebnis. Auch die Quote der eingeworbenen Drittmittel an der Medizinischen Fakultät liegt unverändert hoch. Damit gehören die Leipziger Unimediziner zu den nur noch wenigen Standorten mit einer guten wirtschaftlichen Entwicklung. Das dies trotz unerwarteter Mehrbelastungen gelungen ist, ist ein Ausweis der großen Leistungsfähigkeit der Universitätsmedizin Leipzig.
Bild vergrößern Der UKL-Vorstand, der Dekan der Medizinischen Fakultät und der Vorsitzende des UKL-Aufsichtsrates präsentieren das positive Jahresergebnis der Leipziger Universitätsmedizin.
Foto: Stefan Straube/ UKL
 

 

„Wir verdanken das positive Jahresergebnis dem großen Einsatz unserer Mitarbeiter und dem Vertrauen unserer Patienten“, betonte Ekkehard Zimmer, Kaufmännischer Vorstand am Universitätsklinikum Leipzig, anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz. Der Gewinn von über 1 Million spiegele die besondere Leistung der am UKL tätigen Pflegenden, Ärzte und Servicemitarbeiter. „Damit gehören wir zu den wenigen Kliniken, deren wirtschaftliche Entwicklung nach wie vor gut ist, und das trotz ungünstiger Rahmenbedingungen.“ Zum Jahresanfang rechnete fast die Hälfte der deutschen Uniklinika mit einem negativen Jahresergebnis, zum Teil im zweistelligen Minusbereich. Das UKL gehört zu den nur noch 20 Prozent, die 2012 mit einem Gewinn abschließen.

Das gelang trotz zusätzlicher Belastungen wie den Kosten für die Mitte 2012 eingeführten erweiterten Hygienemaßnahmen und eines hohen Eigenmitteleinsatzes. Wie in den Vorjahren verzeichnete das Klinikum dabei wieder einen Zuwachs an Patienten auf nunmehr 52.088 stationäre Fälle.

„Die steigenden Zahlen sprechen für das große Vertrauen unserer Patienten in uns“, sagte Prof. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand des UKL. „Um diesem Vertrauen gerecht zu werden, arbeiten wir mit unserer ganzen Kraft daran, die Qualität der Medizin stetig weiterzuentwickeln und zu verbessern. Dazu gehörten 2012 neben der erfolgreichen Zertifizierung von Zentren wie denen der Frühgeborenenversorgung und der Krebsmedizin, aber auch der Speisenversorgung, ebenso die Erweiterungen des Leistungsspektrums. 2012 wurden das Universitäre Krebszentrum UCCL etabliert und eine Abteilung für Psychoonkologie eingerichtet sowie die Plastische Chirurgie aufgebaut. „Zusammen mit den noch ausstehenden Berufungen in der Gefäßmedizin, der Orthopädie sowie der Klinikhygiene sehen wir so unsere Kompetenzen entscheidend gestärkt und uns gut aufgestellt, um unseren Patienten eine optimale Versorgung bieten zu können“, so Fleig.

Zu den Qualitätsbestrebungen gehören auch der Einsatz neuer Früherkennungsmaßnahmen in der Klinikhygiene und der Ausbau der Isolationskapazitäten am UKL. „Damit reagieren wir darauf, dass neue und wenig bekannte multiresistente Erreger zunehmend in deutschen Kliniken auftauchen und unsere besondere Aufmerksamkeit erfordern.“ Das habe auch das Auftreten des hochresistenten KPC-Erregers am UKL gezeigt, der im Juni 2013 eingedämmt werden konnte. Um die hier geleistete Pionierarbeit weiterführen zu können, wird mit einer vom UKL gestifteten Professur für Klinikhygiene jetzt auch die bisher in Sachsen fehlende Grundlage für die akademische Entwicklung auf diesem Gebiet geschaffen.

„Wir sind überzeugt davon, dass Transparenz eine Grundlage dafür ist, das Vertrauen der Menschen in die modernen Medizin zu erhalten und wiederzugewinnen“ so Fleig weiter. Diese Transparenz schließt einen offenen Umgang mit Herausforderungen wie den in der Klinikhygiene oder in der Transplantationsmedizin erlebten mit ein.

„Das aktuelle Jahresergebnis belegt, dass sich die Universitätsmedizin Leipzig zu einem im bundesweiten Vergleich leistungsstarken Standort entwickelt hat“, so Prof. Dr. Wolfram Knapp, Aufsichtsratsvorsitzender des UKL. Der Aufsichtsrat sieht in der stabilen wirtschaftlichen Basis und großen Innovationskraft gute Grundlagen für die weitere Entwicklung des Klinikums, „auch wenn uns bewusst ist, dass wir uns in einem wettbewerbsstarken Umfeld bewegen, in dem Wachstum künftig vor allem durch Qualitätsvorsprung erreicht werden kann.“

Dieser Qualitätsvorsprung in Forschung und Lehre konnte auch 2012 durch die Medizinische Fakultät ausgebaut werden. Als besonderer Meilenstein sei die erfolgreiche Bewerbung um einen Sonderforschungsbereich „Mechanismen der Adipositas“ zu werten, erklärte Prof. Joachim Thiery, Dekan der Medizinischen Fakultät. Damit werde der über Jahre gewachsene Schwerpunkt Zivilisationserkrankungen in Leipzig weiter verstärkt. „Ebenso erfreulich sind die erfolgreichen Begutachtung unseres LIFE-Forschungszentrums für Zivilisationserkrankungen sowie die vom UKL aus Eigenmitteln finanzierten räumlichen Verbesserungen für dieses Projekt und das IFB AdipositasErkrankungen“, so Thiery weiter.

Im Zusammenspiel aus Forschungsleistungen, einer zukunftsorientierten Lehre und patientenzentrierter Krankenversorgung ergäbe sich die Stärke der Universitätsmedizin Leipzig, die es weiter auszubauen gelte, „auch und gerade in Zeiten großer gemeinsamer Herausforderungen.“

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.