Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs am UKL lädt am 10. Juli zu Patiententag ein

Pressemitteilung vom 03.07.2013
Leipzig. Am 10. Juli 2013 veranstaltet das Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs am Universitätsklinikum Leipzig einen Patiententag. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht eine seltene Form des Brustkrebses, die aber für die betroffenen Frauen weitreichende Konsequenzen haben kann. Möglichkeiten der plastischen Brustrekonstruktion im Zusammenhang mit der prophylaktischen Amputation der Brüste werden ebenso präsentiert wie die besonderen psychologischen Aspekte beim Umgang mit familiärem Brustkrebs. Dabei werden nicht nur die Probleme der Betroffenen, sondern auch die der Angehörigen diskutiert werden. Im Anschluss an die Vorträge stehen die Experten als Gesprächspartner zur Verfügung.

Aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der intensivierten Früherkennung sowie das Konzept der Hochrisikosprechstunde stehen im ersten Teil der Veranstaltung im Mittelpunkt. „Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 75.000 Frauen an Brustkrebs. Davon haben ca. fünf bis zehn Prozent der Frauen einen sogenannten familiären Brustkrebs. Sie können also das Risiko, an einem Brustkrebs zu erkranken, an die nächste Generation wegen einer Veränderung ihrer Gene vererben“, sagt Dr. Susanne Briest, Leiterin des Leipziger Zentrums für Familiären Brust- und Eierstockkrebs. Für Frauen, die Träger eines sogenannten mutierten Gens sind, gibt es mehrere Möglichkeiten der Betreuung. Eine davon ist die intensivierte Früherkennung. „Damit kann man einen Brustkrebs natürlich nicht verhindern, aber man kann ihn wenigstens so früh wie möglich finden und behandeln“, erklärt die Medizinern.

Prof. Dr. Stefan Langer, Leiter der Abteilung für Plastische, Ästhetische und spezielle Handchirurgie am UKL, spricht im Anschluss über die operativen Methoden der Rekonstruktion nach der Entfernung der Brust, z.B. im Rahmen einer prophylaktischen Mastektomie.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wird das Projekt MammaCare vorgestellt, welches die Selbstuntersuchung der Brust lehrt. Zudem wird es Einblicke in die Komplementärmedizin geben, die als Ergänzung zu konventionellen Therapien beispielsweise Massagen, Akupunktur und Entspannungstechniken umfasst. Auf dem Patiententag wird sich auch das BRCA-Netzwerk vorstellen. Der Verein bietet Betroffenen von familiärem Brust- und Eierstockkrebs Unterstützung an und organisiert regelmäßig Gesprächskreise zum Austausch.

Patienten, Freunde, Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

 

Info

Patiententag im Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs
Mittwoch, 10. Juli 2013
18 bis 21 Uhr
Hörsaal des Operativen Zentrums, Liebigstraße 20

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Ines Christ.