Spitzenmediziner kommen zu Orthopädischem Symposium nach Leipzig

Tagung anlässlich der Emeritierung des Direktors der Leipziger Universitätsklinik für Orthopädie, Prof. Dr. von Salis-Soglio / Abschiedsvorlesung des Lehrstuhlinhabers

Pressemitteilung vom 28.06.2013
Leipzig. Nach 40 Jahren als Arzt und nach 20 Jahren in Leipzig will der Direktor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie sein Berufsleben wissenschaftlich ausklingen lassen. Deshalb hat er hochkarätige Mediziner aus ganz Deutschland dazu bewegen können, am 6. Juli zu einem Orthopädischen Symposium nach Leipzig zu kommen. „Die Referenten sind nicht nur Spitzenvertreter ihrer Fachrichtungen, sondern sie sind mir ausnahmslos auch freundschaftlich verbunden“, so Prof. Dr. Georg Freiherr von Salis-Soglio, der im September emeritiert wird.

Über Trends in der operativen Behandlung von malignen Knochentumoren wird Prof. Dr. Rainer Gradinger, Ärztlicher Direktor des Klinikums Rechts der Isar, sprechen. Der ausgewiesene Spezialist auf dem Gebiet der Endoprothetik und der Tumorchirurgie wird unter anderem die Möglichkeiten der biologischen Tumorchirurgie aufzeigen, also den Ersatz von Defekten mit körpereigenem Gewebe.

Prof. Dr. Raimund Forst, Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Erlangen, spricht über die orthopädische Behandlung von Patienten mit erblichen Muskelkrankheiten, die eine besondere Herausforderung an den Operateur darstellt. Der Historie und den Innovationen zur Chirurgie des Fersenbeinbruchs widmet sich Prof. Dr. Hans Zwipp, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden. Der weltweit anerkannte Spezialist auf dem Gebiet der Fußchirurgie wird nach einem Abriss der geschichtlichen Entwicklung die neuesten operativen Behandlungsverfahren bei Fersenbeinbrüchen erläutern.

Einer heiklen Frage geht Prof. Dr. Christoph-Eckhard Heyde, stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie am Universitätsklinikum Leipzig, nach: Wird zu viel an der Wirbelsäule operiert? Dabei nimmt der Wirbelsäulenexperte Stellung zu einer derzeit in der Öffentlichkeit durchaus kontrovers geführten Diskussion. Über den Start des Endoprothesenregisters in Deutschland spricht Prof. Dr. Joachim Hassenpflug, Direktor der Klinik für Orthopädie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel. Erstmals werden in Deutschland alle Endoprothesenoperationen registriert, so dass zukünftig eine lückenlose Auswertung möglich wird. Der Vereinbarkeit von Krankenversorgung mit Forschung und Lehre in der Orthopädie widmet sich Prof. Dr. Klaus-Peter Günther, Direktor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden. Die künftige Gemeinsamkeit von Orthopädie und Unfallchirurgie wird von Prof. Dr. Volker Ewerbeck, Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg, kritisch betrachtet. Er war wesentlich beteiligt an der Etablierung des neuen Facharztes für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Einige Tage nach dem Symposium – am 10. Juli 2013 – wird Prof. von Salis-Soglio sich auch von seinen Studenten verabschieden, wie es sich für einen Lehrstuhlinhaber gehört mit einer Abschiedsvorlesung im Großen Hörsaal des Operativen Zentrums. „Die Lehre hat mir immer besondere Freude gemacht“, so der Leipziger Orthopädiedirektor. „Der Kontakt zu den Studenten, die Verbindung zur Jugend, das hat mir immer viel Auftrieb gegeben.“

 

Info:

Orthopädisches Symposium
6. Juli 2013, 9 bis 14 Uhr, Großer Hörsaal im Operativen Zentrum (Haus 4), Liebigstr. 20, 04103 Leipzig

Abschiedsvorlesung
10. Juli 2013, 12.15 bis 13 Uhr, Großer Hörsaal im Operativen Zentrum (Haus 4), Liebigstr. 20, 04103 Leipzig

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Ines Christ.