Begehrter Preis für Nuklearmediziner des Universitätsklinikums Leipzig

Pressemitteilung vom 01.07.2013
Leipzig. Auf der weltweit wichtigsten Tagung für Nuklearmedizin, der Jahrestagung der amerikanischen Society of Nuclear Medicine and Molecular Imaging, erhielt Dr. Peter Werner vom Universitätsklinikum Leipzig einen Young Investigator Award. Seine prämierte Studie offenbart, dass mittels der neuartigen MRT/PET-Hybridbildgebung Durchblutungsstörungen im Gehirn von Patienten mit akutem Schlaganfall realistischer erfasst werden können.
Bild vergrößern Dr. Peter Werner erhielt den Young Investigator Award
Foto: privat
 

In dem gemeinsamen Forschungsprojekt der Nuklearmedizin, Neurologie und der Abteilung für Neuroradiologie des Universitätsklinikums Leipzig konnte Dr. Werner weltweit erstmalig Patienten mit akutem Schlaganfall simultan mittels Positronenemissionstomographie (PET) und Magnetresonanztomographie (MRT) untersuchen. Der dafür genutzte MRT/PET-Hybrid-Tomograph verbindet die Stärken beider Bildgebungsmethoden und erhöht so möglicherweise die Diagnosesicherheit. Er wurde im September 2011 am Universitätsklinikum Leipzig unter der Leitung von Prof. Dr. Osama  Sabri, Leiter der Nuklearmedizin, als einziges Gerät in Ostdeutschland in Betrieb genommen.

Die Ärzte erhoffen sich mit dieser neuen Methode eine genauere Beschreibung der für den Schlaganfall charakteristischen Durchblutungsstörungen im Gehirn. „Die Methode soll dazu beitragen, in Zukunft besser als bisher möglich bei einem Patienten das individuelle Zeitfenster und die Notwendigkeit einer Thrombolyse-Therapie, also für eine medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels, zu definieren“, so Prof. Dr. Henryk Barthel, Leiter der prämierten Studie.

Die Studie “Feasibility of combined [15O]H2O-PET/MRI in patients with acute stroke” soll demnächst veröffentlicht werden.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Sandra Hasse.