Männertag – ein „besonderer“ Tag in der Zentralen Notfallaufnahme

UKL-Notfallmediziner rüsten sich für einen der Tage mit besonders hohem Patientenaufkommen

Pressemitteilung vom 07.05.2013
Leipzig. Himmelfahrt ist einer der Tage mit besonders hohem Patientenaufkommen in der Notfallaufnahme am Universitätsklinikum Leipzig: Alle Jahre wieder erleben die Ärzte und Pflegenden einen besonderen Ansturm als Folge der Feierlaune. Lediglich an Weihnachten und Neujahr sind noch mehr Patienten zu versorgen.

„Am Männertag haben wir immer deutlich mehr als unsere 80 bis 100 Patienten täglich hier in der Notfallaufnahme“, sagt Prof. André Gries, Leiter der Zentralen Notfallaufnahme (ZNA) am Universitätsklinikum Leipzig. Bis zu 30 Prozent mehr Verletzte und Erkrankte sind an diesem Feiertag zu betreuen. Das meiste sind „klassische Feier-Probleme“ – Sturz- und Schnittverletzungen und Kreislaufprobleme durch übermäßigen Alkoholgenuss. Wie hoch der Ansturm ist, ist wetterabhängig. „Bei schönem Sommerwetter haben wir mehr zu tun“, so der Notfallmediziner.

Für dieses Jahr erwartet er mit Blick auf die durchwachsene Wettervorhersage einen eher mittelanstrengenden Feiertag. Gerüstet ist das Team auf jeden Fall, „auch diese Spitzen im Patientenaufkommen gehören für uns zum normalen Jahresverlauf“, so Gries. Neben dem Männertag sind auch über Weihnachten und an  Neujahr regelmäßig hohe Patientenzahlen zu verzeichnen.

Auch die Schließtage der niedergelassenen Praxen wie an den Brückentagen spürt das Team der ZNA an den zahlreichen Patienten mit eher nicht so gravierenden Erkrankungen. „Da ist das Wartezimmer dann schnell noch voller als sonst“, so Gries.

„Generell verzeichnen wir seit Jahren steigende Zahlen in allen Notfallaufnahmen“, erläutert Gries. Am UKL waren dies im letzten Jahr rund 33.000 Notfälle, 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr.  Rund die Hälfte kommt über den Rettungs- und Notarztdienst, die anderen zu Fuß. Der Trend scheint ungebrochen - im ersten Quartal liegt die Zahl der behandelten  Notfallpatienten wieder höher als 2012.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Helena Reinhardt.