Das Translationszentrum für Regenerative Medizin der Universität Leipzig ist Ausgewählter Ort 2012

Pressemitteilung vom 28.01.2013
Das Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) Leipzig ist Preisträger im bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerb "365 Orte im Land der Ideen". Diese Auszeichnung erhalten bundesweit besonders zukunftsweisende Ideen. Aus mehr als 2000 Bewerbungen wurde das TRM Leipzig in der Kategorie "Wissenschaft" zum "Ausgewählten Ort 2012" gekürt. Der Preis wurde am 28. Januar, im Rahmen eines Festaktes mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, in Leipzig verliehen.

Der Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" wird seit 2006 von der Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen" gemeinsam mit der Deutschen Bank realisiert. Ellen Bischoff von der Deutschen Bank überreichte dem Direktor des TRM, Prof. Frank Emmrich, die Auszeichnung als "Ausgewählter Ort" und betonte: "Hinter den 'Ausgewählten Orten' stehen Ideen, die begeistern - von Menschen, die echtes Engagement zeigen. Sie stehen für Fortschritt und Zukunft in Deutschland." Prof. Emmrich kommentiert die Auszeichnung: "Wir sind sehr stolz, ein "Ausgewählter Ort‘ im Land der Ideen zu sein. Sie motiviert uns, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen und die innovative Forschung am TRM voranzutreiben."

In ihrem Grußwort gratulierten Prof. Dr. Beate Schücking, Rektorin der Universität Leipzig, und Susanne Fischer, Referatsleiterin "Krankenhauswesen" vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, zur Auszeichnung. "Es freut mich ganz besonders, dass mit dem TRM eine zentrale Einrichtung der Universität Leipzig diese herausragende Auszeichnung erhält", so die Rektorin in Ihrer Ansprache. "Es wird damit ein Projekt gewürdigt, für das Interdisziplinarität von zentraler Bedeutung ist. Als serviceorientierte Plattform mit strikter Orientierung auf Wissenstransfer für biomedizinische Anwendungen ist das Translationszentrum wegweisend für die Universität Leipzig."

Über das TRM Leipzig

Als erstes Translationszentrum Deutschlands gegründet, konnte sich das TRM Leipzig an der Schnittstelle zwischen vorklinischer Forschung und klinischer Entwicklung als richtungsweisende Einrichtung etablieren. Mit dem Ziel, neuartige Therapieansätze zügig in die klinische Anwendung zu bringen, unterstützt das Zentrum junge Wissenschaftler bei der Realisierung eigener Forschungsvorhaben im Bereich der regenerativen Medizin. Zentrales Anliegen dieses noch jungen Zweiges der Biomedizin ist die Heilung bzw. funktionelle Wiederherstellung erkrankter Zellen, Gewebe und Organe.

In einem internationalen Forschungsprojekt arbeiten Wissenschaftler des TRM an der Entwicklung eines neuartigen zelltherapeutischen Verfahrens zur akuten Schlaganfallbehandlung. In weiteren Vorhaben werden regenerative Behandlungsansätze für Alzheimer, Knorpelschäden, Leberdysfunktionen, aber auch für seltene Erkrankungen wie die Weißfleckenkrankheit, erforscht. Über die naturwissenschaftliche Forschung hinaus setzt sich das Zentrum mit ethischen und rechtlichen Fragestellungen auseinander.

Maria Garz