Deutschlands Schilddrüsenexperten treffen sich zu ihrer Jahrestagung in Leipzig

Pressemitteilung vom 11.11.2003
Zur Jahrestagung der Sektion Schilddrüse der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie treffen sich die führenden Schilddrüsenexperten der Bundesrepublik vom 20. bis 22. November 2003. Organisator der Veranstaltung, zu der etwa 80 Gäste erwartet werden, ist Professor Dr. med. Ralf Paschke, kommissarischer Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Klinikum der Universität Leipzig.

Wichtigstes Ziel der Jahrestagung, die unter dem Titel "Die benigne Knotenstruma" (gutartige Knotenstruma) steht, ist die Vorstellung aktueller Studien und die Erarbeitung von Konsensus-Stellungnahmen zu verschiedenen Themen. Dazu erörtern die Spezialisten unter anderem Aspekte wie familiäre Struma, Möglichkeiten der Sonografie und der Zytopunktion und präoperative Anforderungen an die Diagnostik. "Wir gehen davon aus, dass ein Viertel aller Deutschen - also rund 20 Millionen Menschen - einen Schilddrüsenknoten hat," so Paschke. "Maximal fünf Prozent dieser Knoten sind bösartig. Also steht die Frage, wie wir diese höchstens fünf Prozent herausfiltern können, ohne jeden vierten Bundesbürger zu operieren. Diese Minimalanforderungen zur Abklärung des Schilddrüsenknotens gilt es zu formulieren. Ein weiteres Thema, über das wir uns verständigen werden, sind zukünftige Studienziele für die Therapie der euthyreoten benignen Knotenstruma, also der vergrößerten, knotigen Schilddrüse mit normaler Schilddrüsenfunktion."

mhz