Ein Stein aus der Leipziger Neurochirurgie für Japan

Pressemitteilung vom 31.07.2003
Der Rentaro-Taki-Verein in Leipzig wandte sich mit einer außerordentlichen Bitte an den Rektor der Universität Leipzig, Prof. Dr. Franz Häuser: Für das Rentaro Taki Museum in Japan wollte man einen Stein aus einem Gebäude des Universitätsklinikums, das zuletzt für die Neurochirurgie genutzt wurde und in dem Rentaro Taki während seines Musik-Studiums in Leipzig seinerzeit behandelt wurde.

Rentaro Taki gilt als einer der bekanntesten Komponisten Japans, der am Konservatorium 1901/02 in Leipzig studierte und 1903 - kurz nach seiner Rückkehr nach Japan- im Alter von nur 24 Jahren an Tuberkulose verstarb. Trotz seiner kurzen Schaffenszeit stammen zahlreiche Lieder von ihm, die in Japan in aller Munde sind. Der Rentako Taki e.V. in Leipzig hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Oper über das Leben des wohl bekanntesten japanischen Komponisten in Leipzig zur Aufführung zu bringen und ein Rentaro Taki Denkmal in Leipzig zu errichten, was kürzlich erfolgt ist.
Anlässlich der Denkmalsenthüllung war Frau Prof. Kocho, Operdirektorin aus Oita anwesend, die sich der Pflege des Erbes von Rentaro Taki angenommen hat. Sie bat zuvor den Vereinsvorsitzenden, Dr. Hans-Albrecht Gitt, um die Beschaffung eines Steines aus dem Gebäude der ehemaligen Neurochirurgie, ein Anliegen, das für die europäische Denkweise etwas ungewöhnlich ist. Der Wunsch wurde über den Rektor Prof. Franz Häuser an den Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Wieland Kiess, herangetragen und durch den Verwaltungsleiter der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Wulfdieter Schöpp, in die Tat umgesetzt. Der aus dem Gebäude entnommene Stein wurde an den Vereinsvorsitzenden zusammen mit einer Fotoserie übergeben.

Dr. Gitt übergab das ungewöhnliche Souvenir der Operdirektorin aus Oita, Frau Prof. Kocho, und dem Oberbürgermeister von Takis Geburtsstadt Taketa, Herrn Anan, und bedankte sich in einem weiteren Brief an den Rektor: "Die Überraschung und die große Freude der japanischen Gäste war überwältigend. In meiner kurzen Ansprache habe ich mir erlaubt, den zahlreichen Anwesenden mit Hinweis auf Ihre Unterstützung und die des Dekans die Herkunft des Steins zu erläutern." Der Stein wird nun im Rentaro Taki Museum aufgestellt werden.