Feierlicher Rektoratswechsel

Pressemitteilung vom 15.05.2003

Mit einem Festakt im Alten Senatssaal wurde am 13. Mai 2003 der Wechsel im Rektoramt vollzogen. Als sichtbares Zeichen dafür legte der Tradition gemäß der scheidende Rektor, Prof. Dr. Volker Bigl, dem neuen Rektor, Prof. Dr. Franz Häuser, die wertvolle Amtskette um. Zu Prorektoren bestellte der Jurist Häuser die Veterinärmedizinerin Monika Krüger, den Chemiker Helmut Papp und den Mediziner Peter Wiedemann. Die Besonderheit dieses Rektorats besteht darin, dass die Amtszeit nur etwa sieben Monate bis zum 1. Dezember 2003 beträgt, da nach dem vorzeitigen Rücktritt Volker Bigls nur diese Zeitspanne bis zur nächsten turnusmäßigen Rektorwahl verbleibt.

In der Begrüßung hatte Kanzler Peter Gutjahr-Löser diesen Rücktritt als ein Alarmsignal an die Sächsische Staatsregierung gewertet, die Selbstverwaltungsrechte der Körperschaft Universität zu respektieren. Der scheidende Rektor wünschte seinem Nachfolger bei der Lösung der bevorstehenden Aufgaben und schwierigen Entscheidungen neue Ideen, Selbstvertrauen, vorbehaltlosen Rückhalt an der Universität und allzeit eine glückliche Hand. Allen, die ihm in seiner Amtsführung behilflich waren, sprach er seinen tiefempfundenen Dank aus.

Nach der Überreichung der Urkunde durch den Sprecher des Konzils, Prof. Dr. Ekkehard Becker-Eberhard, ging Rektor Häuser in abschließenden Worten noch einmal auf den Ausgangspunkt des Eingriffs in die Universitätsautonomie zurück und betonte, dass es sich hierbei um keine Privatautonomie handele, sondern um die Suche nach einer sachgerechten Wahrnehmung der der Alma mater von der Gesellschaft aufgetragenen Aufgaben. Das Verhältnis zwischen Staatsregierung und universitärer Selbstverwaltung sei nur als Kooperationsverhältnis und dieses wiederum nur als Vertrauensverhältnis sinnvoll zu gestalten. Diese Auffassung werde er gegenüber der Staatsregierung geltend machen. Sein Bestreben gehe wie das seines Vorgängers dahin, die Universität Leipzig als Volluniversität mit einem breiten Fächerspektrum zu erhalten. In Zeiten knapper werdender Ressourcen, wo das Ziel nicht in der Ausdehnung, sondern gewissermaßen im Tiefgang, in der Qualitätssteigerung, liegen könne, sei es freilich unumgänglich, dass die Universität die Mittel dorthin lenkt, wo eine zukunftsorientierte interdisziplinäre Forschung und eine engagierte Lehre mit großer Ausstrahlung stattfinden. Prof. Bigl bat er, auch künftig seinen großen Schatz an Kenntnissen und Erfahrungen dem neuen Rektoratskollegium zur Verfügung zu stellen.