Leopoldina-Symposium zu Bildgebung und Tumorheilung

Pressemitteilung vom 13.05.2003
Welche bildgebenden Techniken sollten bei Tumorpatienten sinnvoller Weise eingesetzt werden, die zum einen ihn als Patienten wie andererseits auch das ökonomisch destabilisierte Gesundheitssystem möglichst wenig belasten? Dieser Frage geht das Leopoldina-Symposium "Bildgebung und Tumorheilung" nach, welches unter Federführung von Radiologen der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in Leipzig stattfindet.Beginn: 16. Mai 2003, 14:00 Uhr Alte Handelsbörse Leipzig Am Naschmarkt
Zeit 16. Mai 2003 bis 17. Mai 2003
Ort Alte Handelsbörse Leipzig
Naschmarkt 2

In wenigen Bereichen der Medizin hat sich in den letzten Jahrzehnten eine solch stürmische Entwicklung abgespielt wie bei den diagnostischen bildgebenden Verfahren. War noch vor 20 Jahren die Röntgenuntersuchung Standardmethodik bei der onkologischen Diagnostik an Krebs erkrankter Patienten, so nehmen heute Schnittbildtechniken (Computer-Tomographie, CT; Magnet-Resonanz-Tomographie, MRT), aber auch moderne nuklear-medizinische Verfahren (Positronen-Emissions-Tomographie, PET) einen breiten Raum in der Diagnostik ein.
Das Symposium "Bildgebung und Tumorheilung" stellt die Frage, ob sich diese zweifelsohne verbesserte Bildgebung auch in einer Steigerung der therapeutischen Erfolge für den Tumorpatienten bemerkbar macht. Dabei sind neben verbesserter lokaler Tumorkontrolle durch präzisere Erfassung der Tumorgröße auch Fragen der Lebensqualität, durch Minimierung von Nebenwirkungen onkologischer Therapieverfahren, zu betrachten.

Das Symposium wird den Blick über die unmittelbare Bildgebung hinaus auch auf Aspekte in der interdisziplinären Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachgebiete in der modernen Onkologie lenken. Ein weiterer Aspekt des Symposiums wird sein zu diskutieren, welche Wechselbeziehungen es zwischen den die Patienten schonenden Techniken und deren gesundheitspolitischen Kosten gibt.

Die Vorträge der Veranstaltung werden in der Schriftenreihe der Leopoldina Nova Acta Leopoldina publiziert und dadurch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Zur Akademie Leopoldina

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle/Saale (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie ist die älteste naturwissenschaftliche Akademie in Deutschland. Sie trägt durch die Jahresversammlungen, fachspezifische Meetings und Symposien, monatliche Vortragssitzungen und die vielfältigen persönlichen Kontakte der Mitglieder "zum Wohle des Menschen und der Natur" bei. Ihr gehören etwa 1.000 Mitglieder in aller Welt an. Unter den früheren und derzeitigen Mitgliedern gab und gibt es 160 Nobelpreisträger. Drei Viertel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Viertel aus weiteren ca. 30 Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen, medizinischen und sozialwissenschaftlichen Disziplinen gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben.

Die Leopoldina wird von einem ehrenamtlichen Präsidium geleitet. Präsident der Leopoldina ist der Virologie-Professor und Immunologe Dr. Volker ter Meulen aus Würzburg. Vizepräsidenten sind der Psychologie-Professor Dr. Paul B. Baltes (Berlin), der Virologie-Professor Dr. Harald zur Hausen (Heidelberg), und die beiden Chemie-Professoren Dr. Gunter S. Fischer (Halle/Saale) und Dr. Ernst-Ludwig Winnacker (München). Letzterer ist zugleich Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Bonn. Die laufenden Geschäfte der Leopoldina führt eine Generalsekretärin, die Neurobiologie-Professorin Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug. Die Leopoldina erhält ihre finanziellen Zuwendungen für die satzungsgemäßen Aufgaben zu 80 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und zu 20 Prozent vom Land Sachsen-Anhalt.