Sexualität und Neue Medien

Pressemitteilung vom 08.05.2003
Die 3. Fachtagung der Gesellschaft für Sexualwissenschaft in Zusammenarbeit mit der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten der Universität Leipzig widmet sich dem Thema "Sexualität und neue Medien".
Zeit 10. Mai 2003, 09:15 Uhr
Ort Hörsaal 11
Hörsaalgebäude
Augustusplatz

Ausgehend von der gegenwärtigen Welt der Neuen Medien mit einem Ausblick auf ihre Entwicklung in den nächsten Jahren wird über inhaltliche, rechtliche und soziale Komponenten des Themas referiert und diskutiert. So sprechen Prof. H.-B. Brosius aus München über "Die medial vermittelte soziale Realität in Pornographie und Erotikangeboten", Dr. H. Graupner aus Wien über "Das 17jährige Kind - jüngste europarechtliche Rahmenbedingungen für Sexualität in den Neuen Medien" und A. Dekker aus Hamburg zu "Gehen wir zu Dir oder zu mir ins Netz? Erste Ergebnisse einer laufenden Untersuchung zu Beziehungen und Sexualität im Internet". Die zwei Pole der Darstellung von Sexualität im Internet werden durch die Vorträge von E. Wolz aus Tübingen zur "Sexualberatung im Internet" und von Prof. A. Gallwitz aus Villingen-Schwennigen zu "Sexualität und Kriminalität im Internet" repräsentiert. Außerdem werden von Frau Prof. N. Döring aus Ilmenau und Herrn Prof. H. Stumpe aus Merseburg Probleme des Internet-Cybersex besprochen. Priv.-Doz. K. Seikowski aus Leipzig spricht zum Abschluss über neue Krankheitsbilder, die sich aus der Nutzung sexuellen Materials aus dem Internet - so die Kinderpornografieinternetsucht - herausgebildet haben.

In der Gesellschaft für Sexualwissenschaften haben sich Wissenschaftler und Praktiker aus Medizin, Psychologie, Soziologie, Pädagogik und anderen Wissenschaften zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist die Pflege der Sexualwissenschaft in Forschung, Lehre und Praxis einschließlich der Sexualberatung sowie die Verbreitung sexualwissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Gesellschaft sieht sich in der Tradition und Pflicht der progressiven deutschen Sexualforschung.