Leipziger Medizinstudent gewinnt Preis der Amerikanischen Hämatologie-Gesellschaft

Pressemitteilung vom 31.01.2003
Thomas Bumm, Medizinstudent aus Leipzig, setzt sich mit einer Studie zu Nebenwirkungen eines Tumormedikaments gegen fast 6.000 Wettbewerber durch und erhielt den Leistungspreis der American Society of Hematology 2002.

Leipzig - Seit drei Jahren forscht der Leipziger Medizinstudent Thomas Bumm unter der Aufsicht von Dozent Dr. Michael Deininger an der Abteilung Hämatoogie und internistische Onkologie (Leiter Prof. D. Niederwieser), welche Auswirkungen das Tumormedikament Imatinib auf die Blutzellen von Patienten hat. Die Ergebnisse seiner Studie reichte er bei der American Society of Hematology (ASH) ein und gewann mit der höchsten Punktzahl in seiner Kategorie (Medizinstudenten) den Leistungspreis 2002. Dieser ist mit einem Preisgeld von 500 US-Dollar und einem kostenlosen Ticket zur Jahrestagung der Gesellschaft verbunden. Damit ist Thomas Bumm einer von insgesamt sieben Preisträgern, die sich gegen ca. 6.000 andere Arbeiten durchsetzen konnten.


Bumm, der soeben sein Medizinstudium beendet hat, freut sich über die Anerkennung: ''Es gehört eine Menge Wissen, Geduld und Kraft dazu, solche eine Studie durchzuführen. Wenn man dann solch einen Preis gewinnt, ist das eine schöne Bestätigung. Immerhin ist das ein sehr internationaler Wettbewerb mit großer Beteiligung.'' Das Preisgeld wird der Ex-Student für Studienreisen verwenden.


Bei seiner Studie untersuchte Bumm Patienten mit chronischer myeloischer Leukaemie (CML), die mit dem neuen Medikament Imatinib behandelt wurden und darauf eine sehr gut Ansprachen. Er ging dabei der Frage nach, ob solche Patienten wieder eine völlig normale Blutbildung erreichen. Imatinib blockiert ein bestimmtes Protein der Tumorzellen, stoppt somit deren Wachstum und Vermehrung. Im Ergebnis sollte sich bei diesen Patienten das Knochenmark normalisieren (polyklonale Blutbildung). In der Studie wurde nun aber auch nachgewiesen, dass dies nicht bei allen Patienten der Fall ist. Die Erkenntnisse aus der Studie werden nun in die Weiterentwicklung des Präparates und in die Behandlungsstrategie einfließen.

Diese Pressemitteilung wurde erstellt von Heiko Leske.