Patientenforum zum Darmkrebs

Pressemitteilung vom 28.02.2003
Aufgrund der vielen Nachfragen zum Darmkrebs, die anlässlich der Kampagne der Stiftung "Lebensblicke" immer wieder bei uns eingingen, laden wir alle interessierten Leipziger zu einem Patientenforum ein, auf dem Experten über diese Krankheit informieren und die Bürgerinnen und Bürger alle Fragen stellen können, die ihnen im Zusammenhang mit diesem gefährlichen Krebs auf der Seele brennen.
Zeit 19. März 2003, 15:00 Uhr
Ort Neues Rathaus der Stadt Leipzig
Festsaal
Martin-Luther-Ring 4-6

Die Diagnose "Darmkrebs" trifft über 50.000 Menschen jährlich. Oft wird der Darmkrebs zu spät festgestellt, so dass fast 30.000 Menschen jährlich an diesem Krebs sterben. "Dabei kann Darmkrebs, wenn er rechtzeitig erkannt wird, zu fast 100 Prozent geheilt werden.", so Prof. Joachim Mössner, Direktor der Medizinischen Klinik II der Universität Leipzig, der auf unserem Forum zu Prophylaxe und Diagnose von Dickdarmtumoren sprechen wird.
Prof. Mössner rät dringend, die Warnzeichen für den Darmkrebs zu beachten. Dies sind allerdings oft auch bereits Spätzeichen. Das sind:

  • plötzlicher Durchfall oder Verstopfung
  • besonders wenn sie häufig wechseln
  • krampfartige Bauchschmerzen
  • Blässe und Blutarmut (Anämie)
  • Blut im Stuhl
  • Gewichtsverlust und Kräfteverfall
Nicht immer muss sich hinter diesen Symptomen eine bösartige Erkrankung verstecken. Ein Arztbesuch ist aber dringend anzuraten. Der Arzt kann die richtige Diagnose stellen und weiterführende Maßnahmen einleiten.

Eine dieser Maßnahmen ist eine Darmspiegelung. Darmspiegelungen sollten aber bereits prophylaktisch durchgeführt werden. Seit Oktober letzten Jahres werden die Kosten dafür ab dem 56. Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen. Nur so wird es gelingen eine Frühdiagnose zu stellen. Die Untersuchung kann bei negativem Befund nach 10 Jahren wiederholt werden. Immerhin wird bei jeder dritten Darmspiegelung eine krankhafte Veränderung festgestellt. Oft sind es Polypen, die sich von gutartigen Vorstufen in Krebs verwandeln können. Sie müssen deshalb frühzeitig entfernt werden. Prof. Mössner empfiehlt, diese prophylaktische Maßnahme anzunehmen.

Auf der Veranstaltung, die vom Tumorzentrum am Universitätsklinikum Leipzig e.V. organisiert wird, sind weiter vertreten Prof. Helmut Witzigmann, Chirurgische Klinik und Poliklinik II, der zu Möglichkeiten der operativen Behandlung von Darmkrebs spricht, Dr. André Liebmann, Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, der erklärt, wann eine Strahlenbehandlung angezeigt ist, und Dr. Konrad Schoppmeyer, der zur medikamentösen Behandlung referiert.