Flöße in der Zellmembran

Pressemitteilung vom 23.01.2003
Proteinmoleküle in Zellmembranen spielen als Rezeptoren bei der Signalvermittlung in die Zelle hinein eine besonders wichtige Rolle. Prof. Kai Simons, Direktor des Dresdner Max-Planck-Institutes für Zellbiologie, wird in einer Veranstaltung des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung (IZKF) der Universität Leipzig darüber berichten, welche Wege er und seine Mitarbeiter gefunden haben, diese Moleküle nach Wunsch zu beeinflussen.
Zeit 23. Januar 2003, 16:00 Uhr
Ort Max-Bürger-Forschungszentrum
Johannsiallee 30

In den dünnen Membranen aus Fettmolekülen, die Zellen zusammenhalten, schwimmen Proteinmoleküle, ähnlich wie Eisberge im Meer herum. Prof. Simons und seine Mitarbeiter, interessieren sich für die "Bündelung" dieser herumschwimmenden Brocken, um dann mit diesen "Flößen" besondere Funktionszustände erreichen und wichtige Zellfunktionen auslösen zu können. Prof. Kai Simons, in Finnland geboren, hat in New York, Helsinki und Heidelberg gearbeitet. Von 1982-1997 war er Koordinator des Zellbiologieprogramms des EMBL in Heidelberg. Heute ist er geschäftsführender Direktor des MPI für Zellbiologie und Genetik in Dresden.

Um Zellmembranen geht es auch im Vortrag von Dr. Daniel Huster, Institut für Medizinische Physik und Biophysik der Universität Leipzig. Er und seine Arbeitsgruppe untersuchen die dreidimensionale Struktur der winzigen Proteinmoleküle in der Membran und deren Wechselwirkungen mit Fettmolekülen, die wiederum für die Funktion der Proteine sehr wichtig sind. Das IZKF FORUM wird in lockerer Folge wegweisende Beiträge zur Entwicklung der Medizin und der Biowissenschaften vorstellen. Es ist ein Veranstaltungsformat des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung (IZKF) Leipzig. Es wendet sich an alle Menschen mit ausgeprägtem Interesse an neuen Entwicklungen in Medizin und Biowissenschaften.