Drittes Internationales Promotionsprogramm

Pressemitteilung vom 25.10.2004
Die Universität Leipzig gehört zu den führenden deutschen Universitäten hinsichtlich einer strukturierten Doktorandenqualifizierung. Nachdem jetzt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) die Förderung des Internationalen Promotionsprogramms "Von der Signalverarbeitung zum Verhalten" zugesagt hat, existieren drei derartige internationale Promotionsprogramme an der Universität Leipzig, die damit nur noch von der Universität Göttingen mit fünf Programmen übertroffen wird.

Ein besonderes Kennzeichen und von den Gutachtern ausdrücklich hervorgehoben ist der mit dem neuen Projekt verbundene "überzeugende Ansatz zur Zusammenführung natur-, geistes und sozialwissenschaftlicher Aspekte der Neurokognition". Damit werde ein wichtiger Schritt zur dringend erforderlichen interdisziplinären Betrachtung neurokognitiver Fragestellungen gegangen. Zum Forschungsprofil gehören neben der Vernetzung von Neuro- und Kognitionswissenschaften die Verhaltensforschung und die evolutionäre Anthropologie. Einbezogen sind vier Fakultäten der Universität - die Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie, die Medizinische Fakultät, die Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie und die Sportwissenschaftliche Fakultät - sowie die in Leipzig beheimateten Max-Planck-Institute für Kognitions- und Neurowissenschaften und für evolutionäre Anthropologie. Die Förderung erfolgt zunächst bis zum Jahr 2006. Vorgesehen ist die Teilnahme von etwa 100 Doktoranden, davon 60 Ausländer.

Bausteine des Promotionsstudienganges sind vier international ausgewiesene Forschungsgruppen, die auf den Gebieten der zellulären Neurowissenschaften, des Gesundheits-, Krankheitsverhaltens und der Lebensstile, der "Human Origins" und der kognitiven Prozesse im menschlichen Gehirn arbeiten. Neben der vertieften Ausbildung in den einzelnen Forschungsgruppen werden international führende Gastwissenschaftler mit Vorträgen und der Leitung von Kolloquien das Studienprogramm bereichern, eingeschlossen sind außerdem Sprachkurse und Auslandsaufenthalte.

Der Sprecher des neuen Promotionsstudiengangs, Prof. Dr. Martin Schlegel, unterstreicht: "Da solche internationalen Doktorandenprogramme nur an Zentren exzellenter Forschung angesiedelt werden, sehen wir in dieser Förderung einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer international attraktiven Universität."