Prävention und Therapie des Organversagens

Pressemitteilung vom 17.09.2004
Unter der Thematik: "Prävention und Therapie des Organversagens" findet die 22. Jahrestagung der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Intensiv- und Notfallmedizin der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie statt.
Zeit 17. September 2004 bis 18. September 2004
Ort Universitätsklinikum leipzig

Die diesjährige Tagung der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Intensiv- und Notfallmedizin der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie wird durch Professor Josten, Direktor des Zentrums für Chirurgie, und Dr. Schreiter, Leiter der Chirurgischen Intensivstation, am Universitätsklinikum Leipzig ausgetragen.
Die Veranstaltung findet auch aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der Chirurgischen Intensivstation statt, die am 1. November 1964 eröffnet wurde.
Es werden national anerkannte Experten erwartet, die über die neuesten Behandlungsmöglichkeiten von Organfunktionsstörungen und Organversagen referieren werden.
Solche lebensbedrohlichen Funktionsstörungen treten bei schwer verletzten und schwer erkrankten Patienten auf und sind auch heute noch mit einer hohen Sterblichkeit belastet.

Ursache dieser Organfunktionsstörung ist eine schwere Entzündungsreaktion, die bei Hinzutreten einer Infektion in einer Sepsis mündet.
Es handelt sich dabei um eine systematische Reaktion des Organismus, die ohne eine spezielle und kostenintensive Behandlung zum Organversagen (wie Lungen- oder Nierenversagen) und schließlich zum Tod führen kann.

Die Therapie der Sepsis besteht aus drei Säulen. Die erste, die Kausaltherapie, stellt die so genannte Fokussanierung dar, die die Behandlung der Grundkrankheit beinhaltet.
Die zweite Säule bildet die adjuvante Therapie, bei der versucht wird, dass Immunsystem des Körpers zu beeinflussen und zu steuern.
Die dritte Säule der Sepsistherapie ist die supportive Intensivtherapie, unter der man die Behandlung gestörter Organfunktionen mit Hilfe von Medikamenten und apparativer Technik versteht.
Diese komplexe Behandlung ist kostenintensiv. Ein weiteres wichtiges Thema der Tagung sind deshalb mögliche Finanzierungskonzepte.

Nora Wildfeuer