Preis für Leipziger Wachstumsspezialisten

Pressemitteilung vom 15.07.2004
Prof. Dr. Eberhard Keller, Wachstumsspezialist aus der Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche der Universität Leipzig, erhielt jetzt den Internationalen Preis (Finalist) der Endocrine Society and Pfizer, Inc. "International Award for Excellence in Published Clinical Research".

Der prämierte Beitrag erschien 2003 in "The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism (JCEM) Vol. 88, Heft 9, 4124-4129 und beschäftigt sich mit dem Einsatz von Wachstumshormonen in der postpubertären Phase bei Patienten, denen das Wachstumshormon fehlt, und die Auswirkungen der Therapie auf die Knochenmineralisation. Prof. Keller war in der hier wiedergegebenen Studie einer der Mitautoren, die ihre anonymisierten Patientendaten einbrachten.

Kinder, denen das Wachstumshormon fehlt, bleiben klein und sie haben eine vergleichsweise geringe Knochenmasse. Wenn diesen Kindern bis zum Eintritt in die Pubertät medikamentös die fehlenden Wachstumshormone verabreicht werden, können sie eine höhere Erwachsenengröße erreichen. Das Wachstumshormon beeinflusst auch den Knochenstoffwechsel. Das Knochengewicht der behandelten Kinder steigert sich durch die Zunahme des mineralischen Knocheninhaltes. Im Ergebnis der Studie zeigte sich, dass mit dem Ende des Körperwachstums die Knochendichte positiv beeinflusst werden kann, wenn den betreffenden jungen Erwachsenen das Wachstumshormon weiter gegeben wird. Die Höhe der Knochendichte hat bekanntlich Auswirkungen auf die Anfälligkeit für Knochenbrüche.