Lesen als Produktionsform - Der Vogelzug

Pressemitteilung vom 05.07.2004
Innerhalb der Vortragsreihe "Kunst und Krebs" hält die Berlinerin Alexandra Trencséni einen Vortrag zum Thema "Lesen als Produktionsform - Der Vogelzug".
Zeit 08. Juli 2004, 20:00 Uhr
Ort Gartenpavillon des Mendelssohn-Hauses
Goldschmidtstraße 12

Die 1962 geborene Malerin und Autorin versucht aus der Sicht der Künstlerin das Phänomen des Vogelzugs zu deuten und zu erklären, was die Vögel eigentlich von den Menschen unterscheidet. Sie hat dafür zusammen mit dem Komponisten Bernd Gál den Karl-Hofer-Preis der Universität der Künste/Berlin erhalten. Der war über Jahre hinweg fast ausschließlich für Maler reserviert. Trencséni bekam den Preis für ihr Buch, in dem man anhand des Vogelzugs und der daran geknüpften Orientierungsforschung erkennen kann, "was daheim auf der Erde verdeckt bleibt: daß der Mensch an sich ein völlig orientierungslos umherirrendes Wesen ist, das fortwährend neue Trugbilder der Heimat entwirft." (FAZ 21.2.2002).

Alexandra Trencsénis Beitrag ist der dritte Künstlervortrag in der Reihe "Kunst und Krebs", die die Psychosoziale Beratungsstelle für Tumorpatienten und Angehörige an der Universität Leipzig im Herbst des vergangenen Jahres initiiert hat. Zu Wort kommen Künstler, die aus eigener Krankheitserfahrung über ihr Werk und die Auseinandersetzung mit der Erkrankung in ihrer Kunst berichten. Kunstinteressierte, Betroffene sowie Experten aus Medizin und Kunst erhalten so einen Einblick in die individuellen und vielfältigen Möglichkeiten der Krankheitsbewältigung.