Erstes Leipziger Echokardiographie-Symposium

Pressemitteilung vom 13.05.2004
Erstmals findet in Leipzig das Echokardiografie-Symposium statt. Thema ist die bildgebende Diagnostik in der Kardiologie. Veranstalter sind Prof. Dr. med. Dietrich Pfeiffer und Prof. Dr. med. Andreas Hagendorff von der Abteilung Kardiologie/Angiologie der Medizinischen Klinik und Poliklinik II der Universität Leipzig.
Zeit 25. Juni 2004, 11:00 Uhr bis 26. Juni 2004, 18:00 Uhr
Ort Operatives Zentrum
Hörsaal
Liebigstraße 20

Die Echokardiographie gehört zu den Standardverfahren in der kardiologischen Diagnostik. Das Symposium hat die Zielsetzung, altbekanntes Basiswissen der Echokardiographie in neuem Licht darzustellen, Klinik-relevante neue echokardiographische Methoden zu vermitteln und alternative bildgebende Verfahren in ihrem Stellenwert der Echokardiographie gegenüberzustellen. Durch praxisnahe fachübergreifende Dialoge sollen Anwender in Klinik und Niederlassung angesprochen werden.

Das Leipziger Echokardiographie-Symposium soll jährlich stattfinden und zu einer festen Einrichtung der ärztlichen Fortbildung in Leipzig werden. Der große Zuspruch zu dieser Veranstaltung zeigt sich bereits darin, dass u. a. alle namhaften Ultraschallhersteller mit einem Ausstellungsstand vertreten sind

Erwartet werden 300 bis 350 Teilnehmer, das Symposium wendet sich an Internisten, Kardiologen und Allgemeinärzte (sowohl aus dem niedergelassenen Bereich als auch an Krankenhausärzte).

25 international renommierte Wissenschaftler aus Deutschland und Großbritannien referieren zu den folgenden Themenkreisen:

  • Diagnostik der linksventrikulären Funktion und der Myokardischämie
  • Entzündliche Herzerkrankungen: Myokarditis
  • Valvuläre Herzerkrankung: Mitralinsuffizienz
  • Bildgebende Diagnostik der peripheren Gefäße als Wegweiser zur kombinierten invasiven Diagnostik von Herz und Gefäßen
Der erste Programmpunkt ist die Charakterisierung der linksventrikulären Funktion. Die Erfassung der systolischen und diastolischen Funktion ist nach wie vor eine der zentralen Aufgaben der Echokardiographie. Die Anaylse der regionalen Kontraktilität des Herzmuskels ist durch moderne Methoden wie den Gewebedoppler und das Tagging in der Kernspintomographie wesentlich differenzierter und objektivierbarer geworden. Die quantitative Erfassung der asynchronen Wandbewegung des linken Ventrikels gewinnt speziell in der Patienten-Selektion und in der Resynchronisationstherapie-Verlaufskontrolle bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz eine zunehmende Bedeutung.

Die Thematik der Ischämiediagnostik bei koronarer Herzerkrankung beschreibt einen weiteren Schwerpunkt. Im ersten Teil werden Grundlagen der konventionellen echokardiographischen Ischämiediagnostik diskutiert. Welche morphologischen Befunde können in Ruhe bereits erhoben werden? Wie stark muss das Myokard beeinträchtigt sein, um eine Wandbewegungsstörung zu detektieren? Zu welchem Zeitpunkt sollten echokardiographische Untersuchungen prä- und postinterventionell durchgeführt werden? Wann ist die Indikation zu Stress-Testungen zu stellen? Welche Stress-Testungen können und sollten vorgenommen werden? Im zweiten Teil werden spezielle echokardiographische und alternative Verfahren diskutiert: Gewebe-Doppler, Nuklearmedizin und Kernspintomographie.

Die Diagnostik der Myokarditis stellt weiterhin ein klinisch relevantes Problem dar. In diesem Zusammenhang soll die Sicherungen der Diagnose durch laborchemische und invasive Verfahren den Möglichkeiten der Echokardiographie und Kernspintomographie gegenübergestellt werden.

Der Schwerpunkt zum Thema der valvulären Herzerkrankung ist die Diagnostik der Mitralinsuffizienz. Neben der Darstellung der Grundlagen zur echokardiographischen Quantifizierung wird der Nutzen der 3D-Echokardiographie diskutiert. Zudem werden spezielle Fragen des Kardiochirurgen an den Echokardiographen in der prä- und intraoperativen Diagnostik erörtert.

Eine interdisziplinäre Sitzung soll zum Schwerpunkt der Diagnostik peripherer Gefäße als Voraussetzung zu einer möglichen kombinierten invasiven kardiologischen Diagnostik geführt werden. Hierbei werden sowohl Experten der Ultraschall-Diagnostik als auch der Kernspintomographie und Computertomographie zu Worte kommen, bevor der invasive Angiologie und Kardiologe zu der invasiven Diagnostik und gleichzeitigen Therapie zu Worte kommt.

Vor einem zusammenfassenden Abschlußreferat soll ein Ausblick der kardialen Diagnostik auf das Gebiet der molekularen Bildgebung gegeben werden. Weiterhin wird fachkompetent zu aktuellen Fragen der myokardialen Kontrastechokardiographie Stellung genommen.