Universität Leipzig auf der Analytica in München

Pressemitteilung vom 11.05.2004
Auf dem Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" präsentiert sich die Universität Leipzig gemeinsam mit weiteren Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus vier Bundesländern auf der Analytica in München
Zeit 11. Mai 2004 bis 14. Mai 2004

"Was auf unserem Gemeinschaftsstand 'Forschung für die Zukunft' (Stand 499) in Halle A5 gezeigt wird, ist die geballte Kompetenz von zahlreichen Wissenschaftlern und Ingenieuren aus den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen", so der Standleiter des Gemeinschaftsstandes Dr. André Wejwoda. Als ein Beispiel der 24 Exponate des Gemeinschaftsstandes nannte der Standleiter das Exponat der Universität Leipzig - einen funktionellen Autoimmunantikörper-Biosensor.

Der Biosensor basiert auf kardiomyocyten-basierten Multielektrodenarrays für eine sensitive und schnelle Detektion krankheitsrelevanter Autoimmunantikörper in Patientenseren. Mittels der Multielektrodenanordnung im Array werden in Online- und Echtzeit-Detektion die Herzmuskelzellkontraktionen und Arrhythmien erfasst, wobei die Frequenz der Motilität der neonatalen Kardiomyocyten als Funktionsnachweis der Autoimmunantikörper dient.
Die besonderen Vorteile dieses biohybriden Nachweissystems liegen neben einem qualitativen Monitoring (positive/negative Herzmuskelzellmotilität) auch in dessen hoher Sensitivität.

Erste Demonstatoren sind in der Erprobung, um für einen klinischen Routineeinsatz ein sensitives, kostengünstiges und hochauflösendes Prädiagnostiksystem für Präeklampsie (EPH-Gestose) sowie Transplantatabstoßung zu validieren und zu optimieren.
Der Bioassay kann in der klinischen Diagnostik, der biomedizinischen und biotechnologischen Forschung zur Detektion der zellulären Antwort auf eine Liganden-Rezeptor-Wechselwirkung eingesetzt werden.