Gesundheitserziehung beginnt in der Familie

Pressemitteilung vom 05.05.2004
Wissenschaftler der Universität Leipzig beteiligen sich erneut an der Sächsischen Gesundheitswoche, die unter dem Motto "Gesundheit entdecken" steht und dieses Jahr zum elften Male stattfindet.Thematischer Schwerpunkt der für die Zeit organisierten Veranstaltungen ist die Gesundheitsförderung in der Familie.
Zeit 08. Mai 2004 bis 15. Mai 2004

"Damit wird ein Problemkreis angesprochen, der noch zu wenig im Licht der Öffentlichkeit steht," so Prof. Wieland Kiess, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche. "Für nicht wenige spätere Krankheiten wird nämlich die Grundlage bereits in den ersten Lebensjahren gelegt. Adipositas beispielsweise, also die Fettleibigkeit, ist selbst bei Kindern und Kleinkindern keine Seltenheit mehr. Mit dem Übergewicht aber steigt die Gefahr, dass schon die Knirpse an einem Typ 2 Diabetes, der früher als Altersdiabetes bezeichnet wurde, erkranken. Es muss uns alarmieren, dass die durchschnittliche Gehstrecke der Kinder in den letzten zehn Jahren auf ein Achtel geschrumpft ist", warnt der Kinderarzt. Doch zum Schritt vom Sofa aufs Fußballfeld, von Pommes zum Apfel zu motivieren, erweist sich mitunter als problematisch.

Die Veranstaltungen der Gesundheitswoche wollen Eltern und Großeltern, Erziehern und Lehrern und natürlich auch den Kindern selbst praktikable Tipps geben. So wird am 12. Mai (16:00 bis 18:00 Uhr in der Stadtbibliothek Wilhelm-Leuschner-Platz) die Frage gestellt "Noch Babyspeck oder schon zu dick? Übergewicht - was können Eltern dagegen tun?" Antworten geben Prof. Kiess, Sibylle Kapellen (Universitätskinderklinik) und Dr. Gunar Senf (Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig).

Bereits am Vormittag des 6. Mai (10:00 bis 11:30 Uhr im Sitzungssaal des Neuen Rathauses) spricht Dr. Ulrike Pfeiffer (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters der Universität Leipzig) über "Die Bedeutung des frühen Bindungsverhaltens für eine gesunde Entwicklung des Kindes".