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Pressemitteilung vom 03.05.2004
3. Biotechnologie-Tag im Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum der Universität Leipzig mit erneut gewachsenem Teilnehmerinteresse
Zeit 19. Mai 2004
Ort BIO CITY LEIPZIG
Deutscher Platz

Der 3. Biotechnologie-Tag findet im Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig statt.

Die ersten beiden Biotechnologie-Tage und das Interesse am bevorstehenden dritten zeigen das zunehmende Interesse, welches diese jährliche Veranstaltung hervorruft. Wies die Statistik zur Premiere im Jahr 2002 noch 185 Teilnehmer und 56 Posterpräsentationen aus, so waren es 2003 schon über 200 Teilnehmer und rund 140 Posterpräsentationen. Für den bevorstehenden 3. Biotechnologietag haben sich bereits mehr als 200 Besucher angemeldet (Stand: 30. April). 14 Unternehmen stellen ihre Produkte vor. Auf über 180 Postern werden die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Biotechnologie dargestellt. Der geplante Abstractband wird 193 Arbeiten umfassen.

"Das beweist uns", so Professor Andrea Robitzki, Vorstandssprecherin des BBZ, "wie groß der Bedarf an wissenschaftlichem Gedankenaustausch auf diesem Forschungsgebiet ist. Auch wenn die Wissenschaftler mitunter nur ein paar Häuser voneinander entfernt wirken, wissen sie nicht automatisch, woran der andere arbeitet, welche Schnittstellen zu ihrer eigenen Forschung sich ergeben und welche Kooperationsmöglichkeiten sich auftun könnten. Mitunter ist es auch nützlich, die technische Ausrüstung des anderen zu kennen und einander gegebenenfalls zu unterstützen. Die persönliche Begegnung und das Gespräch sind durch nichts zu ersetzen. Und dafür bietet unser Biotechnologietag eine ideale Plattform."

Wie schon die ersten beiden Veranstaltungen steht auch der 3. Biotechnologietag an der Universität Leipzig unter dem Motto "Vom Moleküldesign zur Zelltechnik - vom Patienten zum Molekül". Professor Manfred Schlegel, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs und Professor Andrea Robitzki, Vorstandssprecherin des BBZ werden die Tagung eröffnen.

Der erste Themen-Block trägt den Titel "Protein Engineering und Therapeutika". Referate halten dazu unter anderem Prof. Dr. Roger Goody aus Dortmund (Protein semisynthesis as a tool for basic molecular biological research") sowie Prof. Dr. Karen Nieber aus Leipzig ("Adenosin-Rezeptoren: Neue Targets in der Wirkstoffforschung") und Dr. Thomas Greiner Stöffele ("Entwicklung von neuen Enzymaktivitäten mit rationalem Design und in vitro Evolution") aus Leipzig.

Im zweiten Block, der sich der Nanobiotechnologie widmet, sprechen unter anderem Prof. Dr. Christof M. Niemeyer ("Semisynthetic DNA-protein conjugates as novel tools in immunological diagnostics and nanobiotechnlogy") aus Dortmund sowie aus Leipzig, Prof. Dr. Friedrich Kremer ("Optische Pinzetten zur Untersuchung der Wechselwirkung von Proteinen mit einzelnen DNA-Ketten") und Dr. Daniel Huster ("Untersuchung der Dynamik der Makromoleküle in Gelenk- und künstlichem Knorpel mit Festkörper-NMR-Spektroskopie").

Der dritte Themenkreis umfasst "Biomedizinisches Cell Engineering". Dazu sprechen Prof. Dr. Bernard Hoflack ("Proteomics and genomics to investigate osteoclast function in bone remodeling") aus Dresden, Prof. Dr. Manfred Blessing ("Transforming growth factor-beta: Januskopf der Tumorigenese") und Prof. Dr. Jan C. Simon ("Interaktion von Extrazellulärmatrix mit Immunzellen und Tumoren - Vom Labor zur Klinik") aus Leipzig.

Zwischen den Blöcken bietet sich Gelegenheit für eine Postersession sowie für die Firmenpräsentationen. Zu den sich vorstellenden Unternehmen zählen unter anderem Vita 34 und Bruker Daltronik. Beide Firmen sind in der BIO CITY LEIPZIG angesiedelt.

Im 2003 gegründeten Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum der Universität Leipzig arbeiten bestehende Arbeitsgruppen der Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie, der Fakultät für Chemie und Mineralogie, der Medizinischen Fakultät, der Veterinärmedizinischen Fakultät, der Fakultät für Mathematik und Informatik und der Fakultät für Physik und Geowissenschaften und die sechs neu berufenen Professuren eng zusammen. Außerdem widmen sich sechs selbständige wissenschaftliche Nachwuchsgruppen speziellen Themenstellungen.
Das Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum hat seinen Sitz in der BIO CITY LEIPZIG und befindet sich somit unter einem Dach mit Unternehmen der Biotechnologie-Branche. Insbesondere für kleine Biotech-Start-ups soll durch diese Konstellation, das attraktive Umfeld, das hohe Installationsniveau und die günstigen Preise die Ansiedlung attraktiv werden.

Marlis Heinz