Elterngruppe Epilepsie wird gegründet

Pressemitteilung vom 24.02.2004
Am 1. März 2004 konstituiert sich in Leipzig eine Elterngruppe Epilepsie.Daran angeschlossen (19:00 Uhr) ist ein öffentlicher Vortrag im Zentrum für Integration, Demmeringstraße 115 in Leipzig, zu neuen Therapieformen der Epilepsie.
Zeit 01. März 2004, 17:00 Uhr
Ort Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche
Casino
Oststraße 21-25

Die Neuropädiatrische Abteilung der Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendliche an der Universität Leipzig gründet gemeinsam mit dem Epilepsie-Bundeselternverband e.V. eine Elterngruppe Epilepsie in Leipzig. Damit wird einem Bedürfnis der Selbsthilfegruppe Epilepsie in Leipzig entsprochen. Die Vorsitzende des Epilepsie-Bundeselternverbandes, Barbara Lillge, wird an der Gründungsveranstaltung teilnehmen.

"Die Diagnose 'Epilepsie' kann die Lebenssituation der ganzen Familie entscheidend verändern", erklärt Prof. Dr. Andreas Merkenschlager, Leiter der Neuropädiatrischen Abteilung der Universitätskinderklinik Leipzig. "Durch die Elterngruppe Epilepsie wollen wir ganz gezielt ein Forum für die Eltern epilepsiekranker Kinder unter dem Dach des Bundeselternverbandes Epilepsie e.V. schaffen."

Was soll die Elterngruppe bewirken? "In erster Linie wollen wir die Kompetenz der Eltern stärken und Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung geben.", so Merkenschlager. "Erreicht werden soll das durch Information über die Erkrankung, die auch helfen soll, Vorurteile abzubauen, durch das Angebot von Entlastungsmöglichkeiten für die Eltern, sowie durch Gesprächsangebote, die einen Erfahrungsaustausch gewährleisten sollen."

Die Leipziger Elterngruppe kann auf die Unterstützung von Fachleuten bauen. Neben dem Nervenkinderarzt Prof. Merkenschlager wird die Gruppe unterstützt von einer Psychologin, Dr. Petra Nickel, und einer Soziologin, Anette Keller, beide Universitätskinderklinik.

Epilepsie ist die häufigste chronische Krankheit des zentralen Nervensystems, die sich in Krampfanfällen unterschiedlicher Heftigkeit äußert. Ca. 500.000 Menschen in Deutschland leiden an Epilepsie. Etwa in 80 Prozent der Fälle äußert sich die Krankheit erstmals im Kindesalter. Epilepsie kann angeboren, aber auch durch Kopfverletzungen, Hirnhautentzündungen, oder Sauerstoffmangel verursacht sein. In den meisten Fällen lassen sich die Anfälle gut beherrschen. Bei der angeborenen Epilepsie kann sich das Anfallsleiden sogar "auswachsen", also geheilt werden. In jedem Fall müssen betroffene Kinder ärztlich betreut werden.