Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt an Uni Leipzig

Pressemitteilung vom 16.02.2004
Gast an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig ist Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Diskutiert werden Fragen der Hochschulmedizin im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform sowie die Versorgung chronisch Kranker anhand des Beispiels Zuckerkrankheit.

Im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform werden in der Bevölkerung viele Fragen diskutiert. Bisher kaum eine Rolle spielten Probleme, die sich daraus für die Hochschulmedizin ergeben. So fordert die seit 2002 in Kraft gesetzte Approbationsordnung für Ärzte Unterricht am Krankenbett in kleinen Gruppen, im Universitätsklinikum Leipzig aber ist die Anzahl der Betten auf 700 zurückgefahren - Kleingruppenunterricht ist so schwer zu gewährleisten. Mehr Lehrkrankenhäuser wären eine Alternative, aber woher soll das Geld dafür kommen? Oder: Das neue Arbeitszeitgesetz rechnet Dienste als Arbeitszeit an. Mehr Ärzte kommen aus Kostengründen aber kaum in Frage. Wer steht dann noch für die studentische Ausbildung zur Verfügung? Als Einrichtungen der Hochleistungsmedizin, als Ausbildungsstätten für die zukünftigen Ärzte und als Fortbildungseinrichtungen für bereits im Beruf tätige Mediziner müssen Politik und Medizinische Fakultäten diese Probleme verantwortungsbewusst im Sinne der Patienten, aber auch im Sinne der gegenwärtigen und zukünftigen Ärzteschaft lösen.